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Dzigan

ANKÜNDIGUNG
VERANSTALTUNG
Scholem-Alejchem-Vortrag in Jiddisch - Online
28. April 2021, 19 Uhr
„Di geshikhte fun nisht farbetene gest: Dzigan un Shumacher in Yisroel“
(Die Geschichte ungebetener Gäste: Dzigan und Shumacher in Israel)
Vortrag in Jiddisch von Dr. Diego Rotman (Jerusalem)
Begrüßung: Prof. Dr. Michael Brenner, Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU
Einführung: Dr. Evita Wiecki, Jiddisch Lektorin am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU

Diego Rotman stellt das vielfältige und umfangreiche Schaffen der jiddischen Schauspieler, Komiker und Satiriker Shimon Dzigan (1905–1980) und Izrael Shumacher (1908–1961) vor.
Ihre Karriere begann im modernistischen Kleinkunsttheater „Ararat“ in Lodz. Auf den Warschauer Bühnen der 1930er Jahre entwickelten sie ihre bissige politische und soziale Satire. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges flohen die beiden Künstler in die Sowjetunion. Ihre Rückkehr nach Polen war von kurzer Dauer – bereits 1950 kamen sie in Israel an. Schnell lernten sie, dass Jiddisch in Israel unerwünscht war. Aber trotz vielfacher Einschränkungen und Verbote gelang es Dzigan und Shumacher, politische Satire auf Jiddisch auf die Bühne zu bringen. Ihre bissige Kunst galt (und gilt) als legendär – an ihre Qualität reichte das hebräische satirische Theater lange nicht heran.
Diego Rotman ist Leiter des Departments für Theaterwissenschaften an der Hebräischen Universität in Jerusalem. In seiner Forschung geht es vorwiegend um die Beziehung zwischen der modernen hebräischen und jiddischen Kultur, wie sie sich im Diskurs über das jiddische Theater und Drama im Staat Israel zwischen 1948 und 2003 widerspiegelt. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist Diego Rotman als Künstler und Kurator tätig. 2021 erscheint bei de Gruyter / Oldenbourg (Berlin /Boston) Rotmans Buch „The Yiddish Stage as a Tem porary Home: On Dzigan and Shumacher’s Theater (1927–1980).“
Veranstalter: Lehrstuhl für Jüdische Geschichte & Kultur der LMU und Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München & Oberbayern
Anmeldung bis zum 26. April unter juedische.geschichte(at)lrz.uni-muenchen.de

 

 

 

Juedisches Museum ANKÜNDIGUNG
AUSSTELLUNG
Jüdisches Museum München
Im Labyrinth der Zeiten
Mit Mordechai W. Bernstein durch 1700 Jahre deutsch-jüdische Geschichte (bis 13. Februar 2022
)


Mordechai W. Bernstein (1905-1966) war Mitarbeiter des „Jüdischen Wissenschaftlichen Instituts“ (YIVO) in Wilna, das 1941 nach New York übersiedelte. Er erhielt den Auftrag für das YIVO Dokumente und Materialien zu suchen, die während der NS-Zeit geraubt worden waren. In den Jahren 1948 bis 1951 besuchte er rund 800 Orte auf der Suche nach Überresten deutsch-jüdischer Kultur.
Die Ausstellung zeigt 18 Objekte, die Bernstein aufgespürt hat und stellt Bernsteins Blick aus der Perspektive der unmittelbaren Nachkriegszeit dem heutigen gegenüber. Die Bandbreite der Objekte zeigt dabei die Vielfalt deutsch-jüdischer Kultur auf: Eine antike Öllampe mit Menora war lange Zentrum einer Debatte um die Anfänge jüdischen Lebens in Trier. Zu sehen sind unter anderem auch eine Tora-Krone aus Laupheim bei Ulm, deren Brandspuren von der nationalsozialistischen Zerstörungswut zeugen. Und ein Modell zeigt die Münchner Hauptsynagoge, die 1938 von den Nazis abgerissen wurde. An sie erinnert heute ein Gedenkstein (Herzog-Max-Straße).

 

 

Kronawitter
ANKÜNDIGUNG
APP
Weiße Rose

Die Weiße Rose Stiftung e.V. und die LMU haben die Umsetzung der Weiße Rose App vorangebracht.
Wer ein Android-Gerät nutzt, kann die „Weiße Rose – Die App“ kostenlos downloaden.
In vier virtuellen Rundgängen können die Besucher nun die Entstehung des Freundeskreises um Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Christoph Probst und Willy Graf sowie Professor Kurt Huber und deren Weg in den Widerstand  nachvollziehen.






Die Rundgänge führen an zentrale Stellen der Wirkung des Widerstandskreises, insbesondere des Lichthofs der Universität, wo Hans und Sophie Scholl die Flugblätter am 18. Februar 1942 verteilten und von der Gestapo verhaftet wurden. Die Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung, Dr. Hildegard Kronawitter (Foto), bewertet die neue App als wichtigen Schritt in der zeitgemäßen Erinnerungskultur der Widerstandsgruppe: „Die virtuelle und ortsunabhängige Information ist ein zentraler Baustein in der erinnerungskulturellen Vermittlung.“
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.fabulapp.weisserose
Die DenkStätte Weiße Rose ist wieder geöffnet – zu folgenden Zeiten: Di 11-14 Uhr, Mi 14-17 Uhr, Do 11-14 Uhr, Fr 14-17 Uhr. Aufgrund der aktuell gültigen Infektionsschutzbestimmungen ist eine Anmeldung vor dem Besuch notwendig. Interessenten werden gebeten, sich mit Namen, Kontaktdaten und dem geplanten Termin des Besuches anzumelden, unter info@weisse-rose-stiftung.de oder telefonisch unter 089 – 2180 5359. Der Eintritt bleibt kostenfrei. Zur Einstimmung findet der Besucher Impressionen aus der DenkStätte auf Facebook oder Instagram unter #DenkStätteDigital.
Ausstellung „Sophie Scholl und die Weiße Rose“
Zum 100. Geburtstag Sophie Scholls stellt die Weiße Rose Stiftung eine neue biografische  Wanderausstellung „Sophie Scholl und die Weiße Rose“ zur Ausleihe bereit. Auf 14 Bannern (120 x 70 cm) wird die Biografie einer Heranwachsenden und jungen Frau erzählt, die zunächst vom damaligen Zeitgeist geprägt war und sich dann radikal davon abwandte. Als sie wegen „Hochverrat und Feindbegünstigung“ vom NS-Regime am 22.02.1943 hingerichtet wurde, war sie erst 21 Jahre alt. Mit Flugblättern hatte Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder Hans und einigen Freunden 1942/43 zum Widerstand gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime und für die Beendigung des Vernichtungskrieges aufgerufen. Die Ausstellung thematisiert auch die Überzeugungen, denen Sophie Scholl unbeirrt folgte und die Frage, was ihr in bedrohlichen Lebenslagen Halt gab. Schließlich wird  in Texten und Bildern veranschaulicht, wie lebendig und vielfältig die Erinnerung an Sophie Scholl über die Jahrzehnte war und warum sie gewissermaßen zur Ikone werden konnte. 
Die Ausstellungstexte hat die Historikerin und Journalistin Dr. Maren Gottschalk verfasst, die Autorin der neuen Sophie Scholl-Biografie „Wie schwer ein Menschenleben wiegt“ (C.H.Beck). Die 14 Banner umfassende Ausstellung wurde von Isabell Bischoff, Agentur Hinz und Kunst, gestaltet. Diese biografische Einzelausstellung ergänzt die bereits früher entstandenen Einzelausstellungen zu den weiteren Protagonisten der Weißen Rose. Nach der Präsentation im Geschwister-Scholl-Studentenwohnheim folgt als nächste Station der neuen Sophie Scholl-Ausstellung das Sophie-Scholl-Gymnasium München, das die Ausstellung nach den Osterferien im Zusammenhang mit Gedenkveranstaltungen zeigt, anschließend wandert sie nach Ulm zur dortigen Volkshochschule weiter.

 

 

 


Wie wir wurden
GEWINNSPIEL
BUCH
„Wie wir wurden, was wir sind. Eine kurze Geschichte der Deutschen“ von Heinrich August Winkler (Verlag C.H. Beck) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 16. Mai 2021 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.

In der Kürze liegt Winklers Würze: Der international renommierte Historiker und Autor („Der lange Weg nach Westen“, „Geschichte des Westens“) sprintet durch die deutsche Vergangenheit. Dieses Buch hat nichts gemein mit öden wissenschaftlichen Abhandlungen, ganz im Gegenteil: Es liest sich bestens.
Den 3. Oktober 1990 bezeichnete der damalige deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker als den Tag, „an dem zum ersten Mal in der Geschichte das ganze Deutschland seinen dauerhaften Platz im Kreis der westlichen Demokratien“ fand. Doch ob die deutsche Frage 1990 wirklich gelöst worden sei, erscheine heute nicht mehr sicher, konstatiert Winkler. Die Rede von einer neuen deutschen Frage komme beispielsweise auf, wenn es um die Neigung vieler Deutscher gehe, „ihr Land zur moralischen Leitnation Europas zu erheben.“ Deutschland sei nicht „berufen, in Fragen der politischen Moral für Europa zu sprechen“, so Winkler: „Der Glaube, die unermessliche Schuld, die Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus auf sich geladen hat, ließe sich dadurch wiedergutmachen, dass sich Deutschland moralischer verhält als andere Nationen ist ein Irrglaube, in dem der Keim eines neuen deutschen Nationalismus beschlossen liegen könnte.“
Einen aktuellen Blick wirft Winkler auf die Corona-Pandemie: In Deutschland häuften sich Vergleiche mit der „Stunde Null“ von 1945. Doch die Coronakrise sei nicht zu einer neuen „Stunde Null“ geworden, erläutert der Historiker: Denn 1945 seien sich die Deutschen klar darüber gewesen, das Schlimmste überwunden zu haben.  

 


 

Terror gegen Juden
GEWINNSPIEL
BUCH
„Terror gegen Juden. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt. Eine Anklage“ von Ronen Steinke (Berlin Verlag) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 16. Mai 2021 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.



 


In diesem Jahr feiern wir 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Doch ein Leben frei von Unbehagen, gar Angst können Juden in unserer Gesellschaft nicht führen. Sie werden beleidigt, bedroht und angegriffen in ihrer Heimat. Ronen Steinke legt eine wichtige Analyse vor, die in ihrer Drastik schockiert. So kritisiert er, dass die jüdische Gemeinde in Halle sich an die Jewish Agency im Ausland wenden musste, um eine Synagogentür zu bekommen. Jene Tür, die den Schüssen des Terroristen beim Anschlag im Oktober 2019 standhielt.
Der Autor besuchte beispielsweise Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. In einem Ordner sammelt sie an sie gerichtete „Antisemitismus-Briefe“. Hauptsächlich geht es darin um die Nahost-Thematik: „Das heißt, die Politik in Israel wird mir als oberbayerischer Jüdin zur Last gelegt.“
Und der promovierte Jurist Steinke zeigt Beispiele auf, in denen Staatsanwaltschaften und Gerichte von „Israelkritik“ statt von Antisemitismus sprechen, wenn Juden oder jüdische Einrichtungen aus Hass attackiert werden: Auf diese Weise kamen die Palästinenser, die 2014 einen Brandanschlag auf die Wuppertaler Synagoge verübt hatten, ohne Gefängnisstrafen davon. 

 


 

Echoraeume

GEWINNSPIEL
BUCH „Echoräume des Schocks. Wie uns die Corona-Zeit verändert. Reflexionen Kulturschaffender und Kreativer“, herausgegeben von Franziska Richter (Verlag J.H.W. Dietz Nachf. GmbH) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 16. Mai 2021 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.

 

 



Sie müssen sich ins Homeoffice zurückziehen, Absagen von Auftraggebern hinnehmen und mit Schließungen und Veranstaltungsausfällen klarkommen: 25 Autoren und Autorinnen aus dem Kultur- und Kreativbereich zeigen den Widerhall dieser Pandemie-Zeit auf – in ihren emotionalen  und gesellschaftskritischen Berichten. Präsentiert werden auch Fotos, die etwas über das Leben im Lockdown erzählen.
Die Runden Tische von 1989/90 würde die Dramaturgin Peggy Mädler gerne gemeinsam mit Freunden „reaktivieren, um gemeinsam in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen abzuwägen, welche Veränderungen und welche Kontinuitäten wir für die Zukunft eigentlich wollen und denken können.“ Die Politikerin Michelle Müntefering konstatiert: „Die Krise setzt noch mehr nationalistische und populistische Kräfte frei als ohnehin schon.“ Und dass gegen Asiatinnen und Asiaten und das „chinesische Virus“ „Stimmung gemacht“ wurde, prangert die Publizistin Ferda Ataman an. – Im Fokus der Betrachtungen stehen die Ereignisse von März bis Ende Juni 2020. Was würden die Autorinnen und Autoren dieser Anthologie wohl über den Corona-Herbst, -Winter und -Frühling sagen?

 

 

Schuldt

ANKÜNDIGUNG
KONZERTE


Auf gute Nachbarschaft


Das Münchener Kammerorchester vereint in seiner Serie PROLOG Konzerte mit abwechslungsreichen Programmen und leitet damit die Saison 2020/21 „Nachbarn“ ein.

In der Saison 2020/21 mit dem Titel „Nachbarn“ beleuchtet das Münchener Kammerorchester (MKO) unter anderem die Nachbarschaften zwischen Werken, Komponisten und Ländern. Dabei sind beispielsweise Nils Mönkemeyer, Piotr Anderszewski und Rafał Blechacz.
Das MKO will mit musikalischen Mitteln Brücken bauen, wenn Werke aus Ländern gegenübergestellt werden, die einmal getrennt waren oder bis heute in schwierigsten Beziehungen zueinander stehen: Georg Katzer ist ein spannender Vertreter der heute fast völlig in der Versenkung verschwundenen Musikkultur der ehemaligen DDR, und das freundliche Nacheinander der Musik des Armeniers Tigran Mansurian und des jungen türkischen Komponisten Mithatcan Öcal ist ein symbolhaftes „Trotz“ der schwer belasteten Geschichte zwischen den beiden Ländern. Ein Höhepunkt und sichtbarer Brückenschlag wird das gemeinsame Konzert mit dem französischen „Ensemble intercontemporain“ werden, mit dem das MKO eine längerfristig angelegte Partnerschaft beginnt.
Jörg Widmann setzt sich und sein Schaffen in seinem Konzertprogramm mit Schumann und Mendelssohn in vielfältiger Weise in Beziehung. Weitere Auftragswerke verdankt das MKO Beat Furrer (Violinkonzert für Ilya Gringolts), Thomas Adès, Justė Janulytė, Hans Abrahamsen und Mithatcan Öcal. A.M.





Koepplinger

ANKÜNDIGUNG
THEATER





Die Sonnenseite des Lebens

In der Spielzeit 2020/2021 wartet das Gärtnerplatztheater unter anderem mit der deutschsprachigen Erstaufführung von Monty Python's „Das Leben des Brian“ auf. Bei der Pressekonferenz kündigte Staatsintendant Josef E. Köpplinger an, auf die jeweils aktuelle Corona-Situation flexibel zu reagieren. 

In der kommenden Saison will der Staatsintendant natürlich wieder spielen, spielen, spielen  –  notfalls „coronatauglich“, wie er betonte, also beispielsweise mit kleinerer Besetzung oder in kammermusikalischer Fassung. Gibt es die Vorstellung nur in reduzierter Form, reduzieren sich auch die Preise. Die elf Premierentermine stehen fest. In der Jahresübersicht findet das Publikum die Produktionen mit dem jeweils ersten Vorstellungsbeginn, dazu heißt es im Heft: „In diesen Zeiten müssen wir spontan reagieren. Das gilt sowohl für die Termine, als auch für die Preise der Vorstellungen, abhängig von der Ausstattung und der musikalischen Umsetzbarkeit.“
Wegen Corona fiel auch „Schuberts Reise nach Atzenbrugg“ in der Spielzeit 2019/2020 ins Wasser. Neuer Premierentermin: 30. April 2021. Im Auftrag des Gärtnerplatztheaters hat Johanna Doderer nach der erfolgreichen Uraufführung ihrer Oper „Liliom“ die Oper „Schuberts Reise nach Atzenbrugg“ komponiert. Gemeinsam mit dem berühmten österreichischen Dichter Peter Turrini ist ein zartes, sinnliches Werk über ein Künstlerdasein entstanden – heiter, abgründig und im Schubert’schen Sinne melancholisch. Köpplinger inszeniert die Uraufführung. Regie führt der Theaterchef auch bei Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ (Premiere: 8. Juli 2021) und der Musical Comedy „Non(n)sens“ (Premiere: 31. März 2021), sozusagen dem Vorläufer des „Sister Act“.
Zum Spielzeitfinale präsentiert das Haus die deutschsprachige Erstaufführung von Monty Python's „Das Leben des Brian“ mit dem berühmten „Always Look on the Bright Side of Life“ (15. Juli 2021).
Aleksandra Majzlic


 
 
Buch Majzlic Mut zum Protest  

GEWINNSPIEL
BUCH „Mut zum Protest. Erfahrungen von DDR-Zeitzeugen“ von Aleksandra Majzlic (zu Klampen Verlag, www.zuklampen.de) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 16. Mai 2021 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.

Zeitzeugen erzählen von ihrer einstigen Rebellion gegen das DDR-Unrechtsregime und ihrem unermüdlichen Einsatz für die Aufarbeitung der Diktatur.


Bereits lange vor dem Mauerfall opponierten DDR-Bürger gegen die Willkür und Gewalt in ihrem Staat. Aleksandra Majzlic hat einige dieser Zeitzeugen interviewt bzw. porträtiert. Ihre Schilderungen zeugen von der Möglichkeit und vom Mut des Einzelnen, sich gegen Anpassung und Willfährigkeit zu entscheiden und Widerstand zu leisten. Die Protagonisten berichten, wie sie für ihre Überzeugungen einstanden und was sie erreicht haben. Und sie enthüllen erschütternde Details eines grausamen Überwachungs- und Unterdrückungssystems.
Die Porträtierten stehen beispielhaft für jene, die 1989 den politischen Wandel im Osten Deutschlands durchgesetzt haben. In den persönlichen Erfahrungen und Reflexionen dieser Menschen wird die DDR-Geschichte und deren Aufarbeitung konkret. Mit seinem ehemaligen Stasivernehmer, DDR-Juristen und Spitzeln setzte sich Gilbert Furian auseinander. Monika Lembke erzählt in Schulen von ihrem Kampf für ihre Ausreise. Über sein Leben als Homosexueller in der DDR und seine gescheiterte Flucht berichtete Mario Röllig in den USA und in Russland. Und die Berlinerin Katrin Behr unterstützt Menschen, die in der DDR zwangsadoptiert wurden – wie sie selbst.
„Ich finde es wichtig, dass Aleksandra Majzlic bekannte, aber vor allem auch weniger bekannte mutige Menschen in diesem Buch präsentiert. Diese Menschen boten den Oberen in der DDR die Stirn und beteiligen sich heute an der Aufarbeitung, indem sie schildern, wie die DDR wirklich war und wozu ihre Diener fähig waren", so Katrin Sass im Vorwort.

 

 

 

Katrin Sass

INTERVIEW mit Katrin Sass





„Ich habe keine Angst,
in Fettnäpfchen zu treten“


Warum sie in der DDR von adidas-Klamotten lieber die Finger ließ, wie sie nun in die „Schublade von Klaus Kinski“ geriet und worauf sie am Set keine Lust mehr hat, das verrät die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin („Good Bye Lenin!, „Weissensee“) im Gespräch.

 Interview: Aleksandra Majzlic 

 

Im zweiten Teil lesen Sie, wozu Katrin Sass 1989 der Mut fehlte und was sie heute „gruselig“ findet.. >>>




 

 

Bonnie Tyler

INTERVIEW mit Bonnie Tyler

 

„Meine Stimme ist viel kräftiger, als sie es jemals war“



Interview: Aleksandra Majzlic



Wer sie inspirierte, mit wem sie gerne ein Duett singen würde und welches das glücklichste Ereignis ihres Lebens war, diese Fragen beantwortet Bonnie Tyler im Interview.

ML: Sie sind mit Opernarien im Ohr aufgewachsen. Wie war das für Sie? 
Bonnie Tyler: Fantastisch, meine Mutter liebte Opern sehr, und sie hatte eine so wunderbare Stimme. Sie wäre viel zu schüchtern gewesen, um auf einer Bühne zu stehen, aber sie sang immer Arien, während sie die Hausarbeit machte. Und Leute standen immer vor unserem Haus und hörten ihr dabei zu. 

ML: Haben sich alle Ihre Träume bereits erfüllt? 
Bonnie Tyler: Ich denke schon. Als ich ein Mädchen war, habe ich mir alles Mögliche gewünscht, wenn ich eine Münze in einen Brunnen geworfen habe.

ML: Sind Sie abergläubisch?
Bonnie Tyler: Ja, ein wenig schon. Mir wurde als Kind immer gesagt, wenn eine schwarze Katze vor Deinen Augen vorüberläuft, bringt das Glück.

ML: Gab es einen Augenblick in Ihrem Leben, der alles veränderte? 
Bonnie Tyler: Ich hatte sehr viel Glück in den Siebzigern, als ich dem Talentscout Roger Bell aus London auffiel. Zu dieser Zeit hatte ich bereits sieben Jahre lang in einem Club in Swansea gesungen. Er kam dorthin, um sich einen Sänger anzuhören. Auf dem Weg ins Obergeschoss zum Auftritt des Sängers kam er an meiner Bühne vorbei und hörte mich singen. Er flog zurück nach London und erzählte einem Songwriter von mir und dann wurde ich nach London eingeladen, um ein paar Demobänder aufzunehmen. Das war das glücklichste Ereignis meines Lebens.

ML: Sie haben „The Best“ zwei Jahre früher aufgenommen als Tina Turner … 
Bonnie Tyler: Ja, das stimmt. Aber ich muss sagen, die Version von Tina Turner ist viel besser als meine. Sie ist eine großartige Sängerin, die mich inspirierte und die ich auch schon mehrmals traf.

ML: Es gibt ein Musical über Tina Turner. Was würden Sie von einem Musical über Bonny Tyler halten?
Bonnie Tyler: Ich glaube nicht, dass es das geben wird. Aber wow, das wäre natürlich schon was! Das wäre sicherlich ein Spaß. (lacht) Übrigens wurde mir angeboten, dass ich eine Autobiografie schreiben soll, aber daran habe ich überhaupt kein Interesse.

ML: Wie beurteilen Sie Ihre bisherige Karriere?
Bonnie Tyler: Sie war von Höhen und Tiefen geprägt. Aber das hat mich nie davon abgehalten zu arbeiten. Als ich nicht in den Charts vertreten war, hat mich das nicht gestört.
Ich startete nicht im Musikbusiness, um berühmt zu werden, sondern einfach um eine Rocksängerin zu sein. Und ich werde mich nicht zur Ruhe setzen, ich werde Shows machen, bis ich nicht mehr singen kann. Vor jeder Show telefoniere ich mit meinem Stimmtrainer. Meine Stimme ist viel kräftiger als sie es jemals war. Ich liebe, was ich tue – das ist mein Erfolgsgeheimnis. Ich müsste nicht arbeiten, aber ich mache es, weil ich es so liebe. Und ich habe das Glück, einige der größten Evergreens zu haben. Ich werde nie müde „Total Eclipse Of The Heart“, „It's A Heartache“ und „Holding Out For A Hero“ zu singen. In den Siebzigern und Achtzigern habe ich jeden Tag 36.000 Tonträger verkauft, manchmal waren es sogar mehr als 50.000, an einem Tag verkaufte ich allein 52.000 Tonträger von „Total Eclipse Of The Heart“, das war wirklich unglaublich.

ML: Was macht Ihrer Meinung nach einen Song erfolgreich? 
Bonnie Tyler:
Wenn ich singe, versuche ich das Gefühl, das in den Worten steckt zu transportieren. Ich denke, „Between The Earth And The Stars“ ist das beste Album, das ich je gemacht habe. Es sind nur neue Songs darauf – und die hauen einen einfach um. 

ML: Auf Ihrem 17. Studioalbum „Between The Earth And The Stars“ präsentieren Sie drei Duette: mit Francis Rossi von Status Quo („Someone's Rockin' Your Heart“), Rod Stewart („Battle Of The Sexes“) und Cliff Richard („Taking Control“). Gibt es weitere Duett-Wunschpartner?
Bonnie Tyler: Bryan Adams und Tom Jones.

ML: Mögen Sie es, wenn Sie von Fans angesprochen werden?
Bonnie Tyler:
Sagen wir mal so: Es stört mich nicht. Aber wenn ich beispielsweise im Restaurant sitze, den Mund voll habe und dann Leute fragen „Können wir ein Selfie machen?“, dann erwidere ich schon: „Könnt Ihr vielleicht warten, bis ich mit dem Essen fertig bin?“ (lacht)

ML: Würden Sie sich als eitel bezeichnen?
Bonnie Tyler: Oh ja, das bin ich wahrscheinlich. Meine Mutter war sehr hübsch ohne Make-up. Aber ich gehe nie ungeschminkt auf die Straße. Das war auch schon so, bevor ich bekannt wurde. Ich versuche einfach so gut wie möglich auszusehen. Und das Schminken gehört einfach zu meinem Start in den Tag: Ich dusche, ziehe mich an, trage Make-up auf – und dann bin ich „ready for the World“.

 

 

Michael Sadler

INTERVIEW mit Michael Sadler von Saga




„In der Musikbranche geht es nur noch um Geld und Ruhm “



Interview: Aleksandra Majzlic



Im Gespräch erzählt er, wie er einst einen Fan in einem Plattenladen verfolgte, wie es ihm mit musikalischen Mitteln gelang, einen Mann aus dem Koma zu holen, und welche Folgen die fehlende „Menschlichkeit“ im Musikbusiness nach sich zieht.

Im zweiten Teil lesen Sie, welcher der schrecklichste Moment in seinem Leben war, was er über Kids in Talentshows denkt und was Ruhm für ihn bedeutet. >>>

 

 

 

Hannes Jaenicke

INTERVIEW mit Hannes Jaenicke



„Auf meiner Facebook-Seite wird gelegentlich gehetzt, aber das ist völlig okay“


„Wir sind das einzige Land der Welt, in dem Gutmensch ein Schimpfwort ist“, sagt der als Gutmensch titulierte Schauspieler und Umweltaktivist im Gespräch. Zudem verrät er, von wem er Hass-Post bekam, welche „unfassbar feigen Menschen“ sich nicht vor seine Kamera wagten und wer anfällig ist für die „Nörgel- und Kritiksucht“. 


Interview: Aleksandra Majzlic

  

Hannes Jaenicke fordert im Interview ein Wildtierverbot im Zirkus, spricht über die letzte Hoffnung auf Nachkommen für die letzten drei Vertreter des Nördlichen Breitmaul-Nashorns und kündigt seine nächste Doku an, in der es um den „Schweinkram“ hierzulande geht. >>>

 

 

 

 

 

 

Bille August

INTERVIEW mit Bille August

 


„Das Leben ist fast ein Wunder“


Ob er Angst vor dem Sterben hat und an ein Weiterleben nach dem Tod glaubt und welchen Schmerz ihm einst sein Vater zufügte, darüber spricht der angesehene Regisseur („Silent Heart – Mein Leben gehört mir“) im Interview.

 

Interview: Aleksandra Majzlic

 

Im zweiten Teil erfahren Sie, inwiefern Bille August ein „reicher Mann“ ist, welche Belohnung er sich nach der Arbeit am Set wünscht und welche Filme er sich privat niemals anschaut. >>>