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Bas Wiegers

ANKÜNDIGUNG
KONZERTE


 

Reise quer durch die Epochen

 

 



Unter dem Motto „Nachtwache“ präsentiert das Münchener Kammerorchester mit seinen drei „Associated Conductors“ Bas Wiegers (Foto), Jörg Widmann und Enrico Onofri in der Saison 2024/2025 nächtlich inspirierte Werke.

Kurz vor seiner  75. Jubiläumssaison unternimmt das Münchener Kammerorchester unter dem Motto „Nachtwache“ eine Reise quer durch die Epochen. Von Serenaden, Notturni und Nachtmusiken bis zu metaphorischen Ansätzen über Trauer und Trostlosigkeit, von Biber und Boccherini über Mozart, Beethoven, Schumann und Mendelssohn bis zu Britten, Berio und Birtwistle spannt das Programm einen weiten Bogen.
Als erfolgreich erwies sich, dass sich das Münchener Kammerorchester 2022 von seiner Struktur mit Chefdirigenten-Position gelöst hat und seither mit drei unterschiedlichen Dirigentenpersönlichkeiten als „Associated Conductors“ zusammenarbeitet. Die Arbeit mit Enrico Onofri, Bas Wiegers und Jörg Widmann ermöglicht es, tief in die unterschiedlichsten Repertoirebereiche einzudringen – eines der Markenzeichen des MKO.
Ausnahmecellist Nicolas Altstaedt wird zwei Mal und in unterschiedlichen Rollen „Im Fokus“ stehen – als Dirigent, Cellist und Kammermusikpartner von Jörg Widmann. Darüber hinaus sind bei den Konzerten im Prinzregententheater, den „Nachtmusiken“ in der Pinakothek der Moderne und beim Sonderkonzert des MKO in der Sendlinger Himmelfahrtskirche herausragende Solisten wie die Sopranistinnen Sarah Maria Sun und Christina Landshamer, die Bratschistin Tabea Zimmermann, die Cellistin Anastasia Kobekina, der Oboist François Leleux und der Tenor Julian Prégardien zu erleben.
Ebenso wie Nicolas Altstaedt wird auch die Sopranistin Sarah Maria Sun zwei Mal zu Gast sein: im Abokonzert unter der Leitung von Bas Wiegers mit Werken von Alban Berg und Enno Poppe und im Sonderkonzert in der Himmelfahrtskirche, wo Jörg Widmann ein besonderes Konzertformat mit dem Titel „Versuch über die Fuge“ leitet. Zwei Auftragswerke stehen auf dem Programm des 7. Abokonzerts im Prinzregententheater: Johannes Maria Staud hat für das MKO sein erstes Streichorchester-Werk geschrieben; und die neueste Komposition, die aus der langjährigen Zusammenarbeit mit musica femina münchen e.V. entsteht, kommt von der kroatischen Komponistin Mirela Ivičević. A.M.


 

 

Gaertnerplatztheater ANKÜNDIGUNG
THEATER




Närrisch und liebestrunken


Das Staatstheater am Gärtnerplatz wartet in der Spielzeit 2024/2025 unter anderem mit dem Musical „La Cage aux Folles“ sowie der Neufassung der Strauss-Operette „Waldmeister“ auf.

Neun Neuproduktionen aus den Genres Oper, Operette, Musical und Ballett stehen auf dem Spielplan, der „aktuell, bunt, divers, unterhaltsam, anregend, vielleicht verstörend, emotionalisierend“ ist, wie Staatsintendant Josef E. Köpplinger (Foto, Mitte) bei der Pressekonferenz verriet. Die erste Premiere wird am 18. Oktober 2024 Bizets Oper „Carmen“ sein (Regie: Herbert Föttinger; musikalische Leitung: Rubén Dubrovsky, Foto rechts mit Ballettdirektor Karl-Alfred Schreiner, Foto links).
Weiter geht’s am 29. November mit der Operette „Die Piraten von Penzance“ (Regie und Choreographie: Adam Cooper; musikalische Leitung: Anthony Bramall). Mit der Oper „Alcina“ von Georg Friedrich Händel wird am 31. Januar Magdalena Fuchsberger ihre erste Regiearbeit im Staatstheater am Gärtnerplatz abliefern. Am 28. Februar folgt mit „La Cage aux Folles“ eine Musicalproduktion. Die Inszenierung übernimmt Josef E. Köpplinger, die musikalische Leitung hat der Musicalexperte Jeff Frohner inne.
Eine Rarität kommt am 10. April anlässlich des Johann Strauss-Jahres zur Premiere: Josef E. Köpplinger inszeniert eine neue Fassung der Operette „Waldmeister“. Mit der Oper „Der Liebestrank“ von Gaetano Donizetti erklingt am 23. Mai wieder Belcanto im Staatstheater am Gärtnerplatz (Inszenierung: Dirk Schmeding). Die Kammeroper “The old Maid and the Thief” von Gian Carlo Menotti kommt am 15. Juni auf der Studiobühne zur Premiere, es inszeniert Alexander Kreuselberg. Die letzte Premiere der Saison wird ein zweiteiliger Ballettabend sein. Die Choreografen Marco Goecke und Jeroen Verbruggen gestalten gemeinsam den Abend „Strawinsky in Paris“, zu sehen sein werden zwei Neuinterpretationen der Ballettklassiker „An American in Paris“ und „Le Sacre du Printemps“.

Das Junge Gärtnerplatztheater präsentiert unter anderem das Konzert für junges Publikum „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew mit Texten von Loriot. Mit dem Musiktheaterstück „Der kleine Prinz“ ist es wieder in Schulen unterwegs.
Tickets sind seit dem 13. Juni jeweils drei Monate vor dem Vorstellungstermin erhältlich. Für alle Vorstellungen bis 30. November 2024 sind ab dem 13. Juli Karten im vorgezogenen Vorverkauf erhältlich. A.M.




 

Kammerspiele ANKÜNDIGUNG
THEATER




Aufbrüche in neue Welten

   

In der Saison 2024/2025 „Auf nach Woanders!“ entwickeln die Münchner Kammerspiele neue Sichtweisen und hinterfragen den vielschichtigen Begriff „Herkunft“.

Sinnlich, komödiantisch und politisch erzählen viele Inszenierungen über Aufbrüche in neue Welten. „Auf nach Woanders!“ bedeutet für die Münchner Kammerspiele, voller Elan neue Räume aufzuschließen und mit Lust und künstlerischer Freiheit „anders“ auf Dinge zu sehen. In der Saison 24/25 präsentieren die Münchner Kammerspiele 16 Premieren, die ein kraftvolles Spektrum zeigen. Internationale Handschriften in enger Anbindung an die Münchner Kammerspiele, Uraufführungen, Tanztheater, Musiktheater in vielen Sprachen – auch in Gebärdensprache – weibliche Regiehandschriften für Stoffe von Ibsen, Klaus Mann und Shakespeare, und schließlich ein besonderer Blick auf München: Wir schauen in die schillernde Welt Münchner Clubs der Achtziger und tauchen unter in die Vampirwelt des Kammerspiele-Schauspielers Max Schreck alias „Nosferatu“ in den Zwanzigern. Die ersten fünf Premieren hinterfragen alle den vielschichtigen Begriff „Herkunft“. Alle loten in verschiedenen Geschichten das Gefühl von „Fremdsein“ aus und erzählen davon, wie man sich Heimat und Herkunft immer wieder neu erfinden muss; dazu zählt „Amerika / Der Verschollene“ nach dem Romanfragment von Franz Kafka in einer Fassung von Charlotte Sprenger (Foto links mit Barbara Mundel, Intendantin der Münchner Kammerspiele) und Olivia Ebert (Premiere: 11.10., Schauspielhaus).  A.M.




Juedisches Gemeindezentrum ANKÜNDIGUNG
FILMTIPP





Erinnerungen bewahren

Warum das Münchner Café Zelig als Begegnungsraum für Schoah-Überlebende von unschätzbarem Wert ist, zeigt der wunderbare Dokumentarfilm „Das Zelig" von Tanja Cummings (deutschlandweit auf Kinoreise).

Wenn die Schoah-Überlebenden gemeinsam ihre Stimmen erheben, Lieder singen, die sie an ihre Jugend, ihre Heimat und ihr Leid erinnern, sind das die besonders berührenden Szenen in Tanja Cummings´ Dokumentarfilm „Das Zelig“, der im Jüdischen Gemeindezentrum in München vorgeführt wurde.
Der Film ist eine Hommage an das Café Zelig der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Initiator und klinischer Leiter dieses Begegnungsortes für Schoah-Überlebende ist der Psychoanalytiker Dr. Joram Ronel. Leiterin ist die Sozialpädagogin Miriam Acoca-Pres.
Das Wort „Zelig“ geht auf das jiddische Wort für „gesegnet“ zurück, spielt aber auch auf Gefühle von Heimat, Zugehörigkeit und Leichtigkeit an. Jede Woche kommen die Senioren im Café Zelig zusammen. Einige von ihnen erzählen von dem Schrecklichen, das ihnen einst widerfahren ist. Andere schweigen und hören zu; doch manchmal können sie es kaum ertragen vom Trauma ihrer Tischnachbarn zu erfahren. Zu den seelischen Belastungen der Überlebenden kommen häufig auch finanzielle Schwierigkeiten. Die psychischen und wirtschaftlichen Einschränkungen führen oft dazu, dass sich die Menschen aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen und vereinsamen. Dem will das Café Zelig entgegenwirken.
Tanja Cummings traf ihre Protagonisten für den Dreh auch in deren Wohnungen und begleitete sie an Orte in Polen, die für ihr Leben bestimmend sind. Zudem kommen Nachkommen der Schoah-Überlebenden zu Wort. Bewegend ist der Film unter anderem auch, weil er zeigt, wie lebensbejahrend und voller Energie die Zeligs trotz ihrer dramatischen Geschichte sind: Sie lachen, feiern und tanzen zusammen. A.M.



 
 
Buch Majzlic Mut zum Protest  

TIPP
BUCH „Mut zum Protest. Erfahrungen von DDR-Zeitzeugen“ von Aleksandra Majzlic (zu Klampen Verlag, www.zuklampen.de).

Zeitzeugen erzählen von ihrer einstigen Rebellion gegen das DDR-Unrechtsregime und ihrem unermüdlichen Einsatz für die Aufarbeitung der Diktatur.


Bereits lange vor dem Mauerfall opponierten DDR-Bürger gegen die Willkür und Gewalt in ihrem Staat. Aleksandra Majzlic hat einige dieser Zeitzeugen interviewt bzw. porträtiert. Ihre Schilderungen zeugen von der Möglichkeit und vom Mut des Einzelnen, sich gegen Anpassung und Willfährigkeit zu entscheiden und Widerstand zu leisten. Die Protagonisten berichten, wie sie für ihre Überzeugungen einstanden und was sie erreicht haben. Und sie enthüllen erschütternde Details eines grausamen Überwachungs- und Unterdrückungssystems.
Die Porträtierten stehen beispielhaft für jene, die 1989 den politischen Wandel im Osten Deutschlands durchgesetzt haben. In den persönlichen Erfahrungen und Reflexionen dieser Menschen wird die DDR-Geschichte und deren Aufarbeitung konkret. Mit seinem ehemaligen Stasivernehmer, DDR-Juristen und Spitzeln setzte sich Gilbert Furian auseinander. Monika Lembke erzählt in Schulen von ihrem Kampf für ihre Ausreise. Über sein Leben als Homosexueller in der DDR und seine gescheiterte Flucht berichtete Mario Röllig in den USA und in Russland. Und die Berlinerin Katrin Behr unterstützt Menschen, die in der DDR zwangsadoptiert wurden – wie sie selbst.
„Ich finde es wichtig, dass Aleksandra Majzlic bekannte, aber vor allem auch weniger bekannte mutige Menschen in diesem Buch präsentiert. Diese Menschen boten den Oberen in der DDR die Stirn und beteiligen sich heute an der Aufarbeitung, indem sie schildern, wie die DDR wirklich war und wozu ihre Diener fähig waren", so Katrin Sass im Vorwort.



Katrin Sass

INTERVIEW mit Katrin Sass





„Ich habe keine Angst,
in Fettnäpfchen zu treten“


Warum sie in der DDR von adidas-Klamotten lieber die Finger ließ, wie sie nun in die „Schublade von Klaus Kinski“ geriet und worauf sie am Set keine Lust mehr hat, das verrät die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin („Good Bye Lenin!, „Weissensee“) im Gespräch.

 Interview: Aleksandra Majzlic 

 

Im zweiten Teil lesen Sie, wozu Katrin Sass 1989 der Mut fehlte und was sie heute „gruselig“ findet.. >>>




Dave Stewart ANKÜNDIGUNG
KONZERTE






Süße Träume



Night of the Proms 2024: Einen vorweihnachtlichen Wohlfühlfaktor in der Münchner Olympiahalle garantieren unter anderem Dave Stewart’s Eurythmics, Cutting Crew sowie das Antwerp Philharmonic Orchestra.

Die Night of the Proms gehört für ihre Fans zur Vorweihnachtszeit wie Plätzchen, Punsch und die Hoffnung auf Pulverschnee. In der Zeit der kalten Füße kann man sich bei Night of the Proms wahrhaft warme Gedanken machen. Für einige ist es zum Ritual geworden, immer nach dem Ende der jeweiligen NOTP-Veranstaltung schon Konzerttickets für das kommende Jahr zu kaufen. Schee wird‘s sowieso: Dafür sorgen der alljährliche Megamix aus Klassik und moderner Musik sowie die audiovisuelle Inszenierung.
In Erinnerung an die Achtziger schwelgen die Konzertbesucher beispielsweise mit Dave Stewart. Mit einer jahrzehntelangen Karriere und mehr als 100 Millionen verkauften Alben weltweit ist der preisgekr
önte Sänger, Songwriter, Musiker, Produzent und Eurythmics-Mitbegründer eines der angesehensten und erfolgreichsten Talente in der Geschichte der populären Musik. Der Engländer prägte die Musik der Achtziger  mit Hits wie „Sweet Dreams" und „Here Comes The Rain Again“. Neben seiner Arbeit mit Eurythmics/Annie Lennox hat Stewart zahlreiche Solo- und Kollaborationsprojekte realisiert, unter anderem mit Bob Dylan, Mick Jagger und Gwen Stefani.
Die 1985 gegründete britische Rockband Cutting Crew erklomm mit ihrer Single „(I Just) Died in Your Arms“ auf dem ganzen Globus die Spitzen der Charts. Cutting Crew überzeugt live durch einen messerscharfen Sound und emotionale Performance.
Die amerikanische Rockband Starship entstand 1984 aus der Band Jefferson Starship. Mit ihrem eingängigen Sound und markanten Melodien prägte Starship die Musik der Achtziger („We Built This City“, „Nothing's Gonna Stop Us Now") und erlangte weltweite Bekanntheit. Der Sänger von Starship Mickey Thomas wird als deren gesangliches Aushängeschild die Hallen der Proms zum Beben bringen.
Mit dabei sind auch der deutsche Singer-Songwriter Max Giesinger („80 Millionen“) und der talentierte Pianist Louis Philippson. Für die orchestrale Untermalung sorgt das Antwerp Philharmonic Orchestra, begleitet vom Chor Fine Fleur unter der Leitung von Alexandra Arrieche. A.M.

Night oft the Proms, in mehreren Städten; 6., 7. und 8. Dezember 2024 in der Münchner Olympiahalle.

 

 

 

Michael Sadler

INTERVIEW mit Michael Sadler von Saga




„In der Musikbranche geht es nur noch um Geld und Ruhm “



Interview: Aleksandra Majzlic



Im Gespräch erzählt er, wie er einst einen Fan in einem Plattenladen verfolgte, wie es ihm mit musikalischen Mitteln gelang, einen Mann aus dem Koma zu holen, und welche Folgen die fehlende „Menschlichkeit“ im Musikbusiness nach sich zieht.

Im zweiten Teil lesen Sie, welcher der schrecklichste Moment in seinem Leben war, was er über Kids in Talentshows denkt und was Ruhm für ihn bedeutet. >>>

 

 

 

Hannes Jaenicke

INTERVIEW mit Hannes Jaenicke



„Auf meiner Facebook-Seite wird gelegentlich gehetzt, aber das ist völlig okay“


„Wir sind das einzige Land der Welt, in dem Gutmensch ein Schimpfwort ist“, sagt der als Gutmensch titulierte Schauspieler und Umweltaktivist im Gespräch. Zudem verrät er, von wem er Hass-Post bekam, welche „unfassbar feigen Menschen“ sich nicht vor seine Kamera wagten und wer anfällig ist für die „Nörgel- und Kritiksucht“. 


Interview: Aleksandra Majzlic

  

Hannes Jaenicke fordert im Interview ein Wildtierverbot im Zirkus, spricht über die letzte Hoffnung auf Nachkommen für die letzten drei Vertreter des Nördlichen Breitmaul-Nashorns und kündigt seine nächste Doku an, in der es um den „Schweinkram“ hierzulande geht. >>>

 

 

 

 

 

 

Bille August

INTERVIEW mit Bille August

 


„Das Leben ist fast ein Wunder“


Ob er Angst vor dem Sterben hat und an ein Weiterleben nach dem Tod glaubt und welchen Schmerz ihm einst sein Vater zufügte, darüber spricht der angesehene Regisseur („Silent Heart – Mein Leben gehört mir“) im Interview.

 

Interview: Aleksandra Majzlic

 

Im zweiten Teil erfahren Sie, inwiefern Bille August ein „reicher Mann“ ist, welche Belohnung er sich nach der Arbeit am Set wünscht und welche Filme er sich privat niemals anschaut. >>>