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Alan Parsons Night of the Proms

ANKÜNDIGUNG
KONZERT
Night of the Proms
13., 14. und 15. Dezember 2019, Olympiahalle, München
Funk, Rock und Soul-Pop bei der Night of the Proms




Alan Parsons (Foto), Al McKay´s Earth, Wind & Fire Experience, Eric Bazilian & Rob Hyman of The Hooters, Leslie Clio, „Mister Music“ John Miles und die kanadische Sopranistin Natalie Choquette präsentieren bei der diesjährigen Tournee ihre größten Hits in Begleitung eines Sinfonieorchesters.
Mit der Produzentenlegende Alan Parsons steht dieses Jahr ein alter Bekannter auf der Bühne, denn genau vor zehn Jahren war er schon einmal Gast dieser Veranstaltungsreihe. Der nach wie vor unablässig tourende Brite lieferte mit „Eye in the Sky“ oder „Don´t answer me“ weltweit Radiohits ab. Auch die heimliche Proms-Hymne „Music“ von John Miles erhielt den richtigen Sound von Alan Parsons. John Miles wird auch in der 26. Ausgabe der deutschen Night of the Proms selbstverständlich wieder einen festen Platz im Programm einnehmen.
Die Songs von Earth, Wind & Fire dürfen bis heute auf keiner guten Playlist einer Party fehlen. Gitarrist und Songwriter Al McKay war von 1973 bis 1981 Mitglied dieser legendären US-Funkband und schrieb zusammen mit Mastermind Maurice White die Hits „September“, „Sing a Song“ oder „Best of my Love“.
Die Hits der US-Rocker von The Hooters gehören seit Jahrzehnten zum täglichen Programm der meisten deutschen Radiostationen. „All You Zombies“, „500 Miles“ oder „Johnny B.“ sind nur einige der Hits der Band aus Philadelphia. Mit Leslie Clio konnte eine junge deutsche Künstlerin gewonnen werden, die ihren musikalischen Stil selbst als Soul-Pop bezeichnet. 2012 erschien ihre Debütsingle „Told You So“. Nach genau 20 Jahren kehrt mit Natalie Choquette eine Künstlerin auf die Night of the Proms Bühne zurück, die mit ihrem Auftritt 1999 für Furore sorgte. Die damals hochschwangere Choquette glänzte mit humorvoll interpretierten Arien. Für die Münchner Konzerte am 13. und 14. Dezember 2019 sind VIP-Tickets erhältich. Weitere Informationen zur Night of the Proms: www.notp.com/deutschland.

 

 

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Literaturfest Schulze
ANKÜNDIGUNG
LITERATUR




„89/90 hat die Welt verändert“

 


Beim 10. Literaturfest München vom 13. November bis 1. Dezember 2019 stellt der Kurator Ingo Schulze (forum:autoren) unter dem Motto „Einübungen ins Paradies. Fragen an die Welt nach 1989“ Nachforschungen zum 30. Mauerfall-Jubiläum an. Und die Münchner Bücherschau feiert ihr 60-jähriges Bestehen.

„89/90 hat die Welt verändert, dieser Zäsur will ich nachspüren“, verkündete Ingo Schulze bei der Pressekonferenz in München. Geboren in Dresden, finde er sich immer wieder in der Rolle des „Ostlers vom Dienst“ wieder, wie er sagte. „Wenn man von 1989 spricht, rutscht man immer in den Osten“, erläuterte der Kurator: „ Aber es ist doch auch interessant, was sich im Westen verändert hat. Denn das ist für mich ein blinder Fleck.“ Und die Literaturhaus-Leiterin Tanja Graf ergänzte: „Was ist passiert seit 1989? Welche gesellschaftspolitischen und künstlerischen Impulse haben die neuen Demokratien weltweit ausgelöst? Und wie können wir diese nutzen für ein gelingendes Miteinander?“
Um zu erkunden, wie sich 1989 in anderen Ländern vollzogen hat und welche neuen Selbstverständlichkeiten entstanden sind, lädt der Kurator Autoren, Autorinnen und Intellektuelle aus aller Welt nach München ein – beispielsweise den Deutschen Buchpreisträgern Frank Witzel sowie Yitzhak Laor aus Israel. Eine Matinee ist Volker Braun gewidmet, der zu den bedeutendsten deutschen Dramatikern gehört. Auch ein Dokumentarfilm-Abend steht auf dem Programm: Jürgen Böttcher kommt mit seinem Film „Der Sekretär“ (1967) und Andreas Goldstein mit „Der Funktionär“ (2018) – beides Porträts über staatstragende DDR-Persönlichkeiten und den Wandel des Blicks auf die politischen Verhältnisse.
Rund 120 internationale Autorinnen und Autoren treten unter anderem im Literaturhaus München, im Kulturzentrum Gasteig sowie in der LMU München auf. Nach Abschluss des forum:autoren öffnet das Festprogramm des Literaturhauses weitere Blickwinkel auf das Thema „Umbrüche“: Erwartet wird beispielsweise die Mexikanerin Valeria Luiselli mit ihrem brisanten Buch „Archiv der verlorenen Kinder“: Während Deutschland und die Länder Europas das Jubiläum des Mauerfalls feiern, wird die Grenze zwischen Mexiko und den USA weiter befestigt. Einen Bruch anderer Art schildert Volker Weidermann in „Das Duell“: die Rivalität bis hin zum Zerwürfnis zwischen den die deutsche Literaturgeschichte prägenden Persönlichkeiten Marcel Reich-Ranicki und Günter Grass. Am 19.11. gibt es darüber hinaus eine „Lange Hannah-Arendt-Nacht“. A.M.
www.literaturfest-muenchen.de


 

 

Erika Mann BERICHT
AUSSTELLUNG

 

 

 

Kampf für eine hellere Welt


Wahrheit, Ehre, Anstand, Freiheit und Toleranz – daran glaubte Erika Mann (1905-1969). Das vehemente Eintreten für Demokratie der gebürtigen Münchnerin steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Erika Mann: Kabarettistin – Kriegsreporterin – Politische Rednerin“ in der Monacensia (bis 30. Juni 2020).

Privilegiert wuchs die älteste Tochter von Katia und Thomas Mann in Bogenhausen auf, schaffte mit Ach und Krach das Abitur am Luisengymnasium, arbeitete als Schauspielerin. Politisch aktiv wurde sie mit dem Aufkeimen des Nationalsozialismus.
Die erstmalige Einzelausstellung über Erika Mann verknüpft ihre Entwicklung mit der Weltgeschichte und zeigt unter anderem Fotos, Briefe sowie die mit ihrem Bruder Klaus gemeinsam geschriebenen Bücher „The Other Germany“ und „Escape to Life“.
Am 1. Januar 1933 gründeten die Geschwister Erika und Klaus gemeinsam mit der Schauspielerin Therese Giehse und dem Musiker Magnus Henning das politische Kabarett „Die Pfeffermühle“ in München; Erika schrieb die Texte größtenteils selbst. „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, wer immer lügt, dem wird man glauben“, heißt es in dem Song „Der Prinz von Lügenland“ aus der „Pfeffermühle“ 1934, der – dargeboten von Erika Mann – an einer der Hörstationen präsentiert wird.
Als „antifaschistisches Kabarett der ersten Stunde“ würdigte die Kuratorin Prof. Dr. Irmela von der Lühe die „Pfeffermühle“ beim Presserundgang. Über München hinaus schwappte der Ruhm des Ensembles. Im März 1933 ins Exil gezwungen, eröffnete die „Pfeffermühle“ erneut in Zürich. Bis 1936 wirkte die Truppe in der Schweiz, den Niederlanden, der Tschechoslowakei, Belgien und Luxemburg in mehr als 1000 Vorstellungen als „Patrouille der Menschlichkeit entlang der Front der Bestialität“. Die Emigration in die USA bedeutete das Aus für die „Peppermill“. 
1943 sann Erika darüber nach, „wohin wir schließlich gehören“. Ihre Antwort: In eine „hellere Welt, die wir wollen, um die wir in Wahrheit kämpfen ... Eine Welt, – eine einzige, mäßig große, die Raum hat für alle, doch nicht für alles.“
In den Vereinigten Staaten startete Erika Mann eine zweite Karriere: als politische Rednerin, Buchautorin und Kriegskorrespondentin. 1945 berichtete sie beispielsweise von den Nürnberger Prozessen und sprach darüber in einem Interview mit ihrem Bruder Golo Mann, das der Besucher an einer Hörstation verfolgen kann. Aleksandra Majzlic

Der überwiegende Teil der gezeigten Exponate entstammt dem umfangreichen literarischen Nachlass von Erika Mann, der in der Monacensia im Hildebrandhaus aufbewahrt wird. Schirmherr der Ausstellung ist Erika Manns Neffe Prof. Dr. Frido Mann (Veranstaltungen mit ihm im Januar 2020), nähere Informationen zum Programm und zu den Öffnungszeiten: www.muenchner-stadtbibliothek.de/monacensia

 

 

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Juedisches Gemeindezentrum BERICHT
LESUNG

 

 

 

Die Liebe als Triebfeder des Lebens



Was die Farbe seiner Krawatte aussagt, in welcher Hinsicht Edith Piaf legendär war und ob sich seine Interviewpartner noch an ihn erinnern, verriet Georg Stefan Troller bei der Präsentation seines Buches „Liebe, Lust und Abenteuer: 97 Begegnungen meines Lebens“ im Jüdischen Gemeindezentrum in München.

Georg Stefan Troller trägt grundsätzlich keine Krawatten, sondern lieber Schals – aus edlem Tuch, natürlich. Ganz seiner Stimmung entsprechend entscheidet er sich für diese oder jene Farbe. Für diesen Abend hat er Silber gewählt und erläutert: „Ich erwarte nur das Beste vom Publikum“. Und er wird nicht enttäuscht. Andächtig lauschen die Zuhörer dem Buch- und Drehbuchautor, wenn er aus seinem Leben erzählt.
In Wien kam er 1921 zur Welt. 1938 gelang ihm über Frankreich die Flucht in die Vereinigten Staaten, 1943 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und war Anfang Mai 1945 an der Befreiung Münchens beteiligt. Wortgewaltig beschreibt er bei der Lesung das München der Nachkriegszeit. Seit 1949 lebt er in Paris. Als er gerade von der Seine schwärmt, klingelt sein Handy. Er legt auf und meint: „Irgendjemand ist jetzt beleidigt, aber so ist das Leben.“
Die Liebe als Triebfeder des Lebens – so das Thema seines neuesten Buches „Liebe, Lust und Abenteuer: 97 Begegnungen meines Lebens.“ Die Zahl 97 entspricht seinem Alter. Dem Publikum erzählt er beispielsweise von seinen Interviews mit Coco Chanel und Peter Handke. Über Edith Piaf weiß er zu berichten: „Die Zahl ihrer Lieder war legendär, ebenso wie die Zahl ihrer Liebhaber.“
Zu seinem 98. Geburtstag solle er einige der im Buch Erwähnten – also beispielsweise Woody Allen, Juliette Greco und John Malkovich –  einladen, schlägt der Moderator Prof. Dr. Wolfgang Langenbacher vor. Schmunzelnd formuliert Troller die Antwort, die er von den Eingeladenen erwarten würde: „Wer ist Troller?“ A.M.



 

Kronawitter ANKÜNDIGUNG

VERANSTALTUNGEN
Die Weiße Rose Stiftung e. V.
100. Geburtstag von Christoph Probst

Einen Schwerpunkt der Aktivitäten der Weiße Rose Stiftung e.V. im Herbst bildet das Gedenken an Christoph Probst, der am 6. November 2019 100 Jahre alt geworden wäre.
(Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung: Dr. Hildegard Kronawitter, Foto)


Wahrscheinlich war Christoph Probst im Sommer 1942 in die erste Flugblattaktion seiner Freunde Alexander Schmorell und Hans Scholl eingeweiht. Er war jedoch noch nicht aktiv beteiligt, da er seine Familie nicht gefährden wollte. Krieg und Verbrechen des NS-Regimes belasteten ihn allerdings so sehr, dass er sich auf Bitten von Hans Scholl Ende Januar 1943 entschloss, ein eigenes Flugblatt zu entwerfen. Am 22. Februar 1943 verurteilte ihn der Volksgerichtshof für das Verfassen dieses Entwurfs zum Tode. Gemeinsam mit Sophie und Hans Scholl wurde er am gleichen Tag hingerichtet, ohne sich von seiner Familie, seiner Frau und drei Kindern, verabschieden zu können.
Erstmals in ihrer Geschichte benennt die Bundeswehr eine Liegenschaft nach einem Mitglied der Widerstandsgruppe Weiße Rose. Die Liegenschaft der Bundeswehr in Garching/Hochbrück bei München, in der das Zentrale Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr untergebracht ist, wird künftig „Christoph-Probst-Kaserne“ heißen. Die Neubenennung wird feierlich am 6. November durch die Bundeswehr begangen, die Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung Dr. Hildegard Kronawitter (Foto) ist zu einem Grußwort eingeladen. Parallel wird die Ausstellung zu Christoph Probst gezeigt. In der Innsbrucker Universität, Christoph Probst studierte hier im Wintersemester 1942/43, ist die Wanderausstellung zur Weißen Rose ab 4. November bis Anfang Dezember zu sehen. Maximilian Probst, Enkel von Christoph Probst, spricht bei der Eröffnung, Dr. Hildegard Kronawitter hält ein Grußwort. https://www.weisse-rose-stiftung.de/100-geburtstag-von-christoph-probst/


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Dahoam

GEWINNSPIEL
CD und DVD „Dahoam und Retour“ von der Unterbiberger Hofmusik (himpslRecords / Galileo) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 1. Dezember 2019 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.



Bayerische Musiker und musikalische Weltbürger sind die Band-Mitglieder. Sie mixen genussreich traditionelle Blasmusik mit Jazz und Einflüssen aus Ägypten, Griechenland, Australien etc. Das Ergebnis: Gutgelaunte Musik für „Wiesnflüchtlinge“, wie Franz Himpsl erklärt. Herzstück dieser Band aus dem Münchner Umland ist das Ehepaar Irene und Franz Himpsl und ihre drei Söhne Xaver, Ludwig und Franz. Die CD ist ein Mitschnitt eines Konzertes in Taufkirchen vom September 2018. Und auf der DVD sind die Dokumentation „Bavarabica – Unterwegs in der Welt mit der Unterbiberger Hofmusik“ von Matthias Ditscherlein als Hauptfilm sowie diverse Musikvideos zu finden.

 

 

 

Melody
GEWINNSPIEL
CD „The Melody At Night, Without You“ von Samuel Jersak (erlkoenig records) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 1. Dezember 2019 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.


Nach einer Reise zum Nordkap entstand „Polarlicht“, die einzige Eigenkomposition und eine seiner „most performed tracks“, wie Samuel Jersak erklärt. Erfahrungen wie Trennung, Schmerz und innere Zerrissenheit hat der Pianist in den letzten Jahren gemacht – und sie nun auf eindringliche Weise der Musik überantwortet. Über „Cry Me A River“ sagt der Pianist beispielsweise:Ich habe der intensiven Traurigkeit, die dieser Komposition zugrunde liegt, eine Gestalt gegeben, die durch die Einfachheit der Ausführung wie von selbst in den Vordergrund treten kann.“
„The Melody At Night, Without You“ ist eine kaum verstellte Variation jenes fast auf den Tag genau 20 Jahre zuvor erschienenen Albums des großen Kollegen Keith Jarrett, der mehrere Jahre unter dem Chronischen Müdigkeitssyndrom gelitten und sich mit dieser sehr persönlichen, seiner Frau gewidmeten Platte aus einer quälenden Phase der kreativen Lähmung zurückgemeldet hatte. Wie damals für Jarrett, bilden auch für den gebürtigen Tübinger Samuel Jersak die Perlen des Great American Songbook das unverrückbare Zentrum seiner solistischen Arbeit.

 

 

Klassik Odeonsplatz

BERICHT
KONZERT



Macht des Schicksals



Klassik am Odeonsplatz 2019: Beim Sonntagskonzert ehrten die Münchner Philharmoniker Beethoven, dessen 250. Geburtstag im kommenden Jahr gefeiert wird. Und Hauptsponsor Mercedes-Benz begeisterte zwei Kunden mit einem speziellen Autokonzert.

Perfekt passte das wuchtige Schicksalsmotiv von Ludwig van Beethovens Fünfter zur martialisch anmutenden Feldherrnhalle, die die Münchner Philharmoniker und ihren Chefdirigenten Valery Gergiev beherbergte. Zusätzlich schützte die Musiker ein Zeltdach vor befürchteten Gewitterstürmen. Doch die heroische Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67 hielt Donnergrollen und Blitze fern.
Das berühmte Werk präsentierten die Münchner Philharmoniker, die in der Saison 2018/2019 ihr 150-jähriges Bestehen feiern. Zudem erklangen Beethovens Ouvertüre zu „Coriolan“ c-Moll op. 62 sowie das Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73.
Der Starpianist Daniil Trifonov hatte bereits 2016 bei Klassik am Odeonsplatz reüssiert; auch in diesem Jahr betörte der langhaarige bärtige Künstler die 8000 Zuschauer, die sein Mienenspiel auf den großen Leinwänden verfolgten und anschließend frenetisch applaudierten. Gergiev hatte Trifonov beim Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb 2011 ausgezeichnet, was den Beginn der internationalen Pianistenkarriere markierte.

Mercedes-Benz München war auch in diesem Jahr wieder Hauptsponsor von Klassik am Odeonsplatz. Das Sonntagskonzert aus ganz besonderer Perspektive genossen zwei Mercedes-Benz-Kunden in einem schicken Mercedes-Schlitten – auf einer kleinen Bühne vis-à-vis der Feldherrnhalle. Mercedes-Benz hatte im Vorfeld der Veranstaltung zwei exklusive Sitzplätze in einem 190 SL Oldtimer verlost. Während des Konzertes diente den Gästen und Kunden von Mercedes-Benz der Mercedes me Store als Lounge. A.M.    

 


 
 
Buch Majzlic Mut zum Protest  

GEWINNSPIEL
BUCH „Mut zum Protest –  Erfahrungen von DDR-Zeitzeugen“ von Aleksandra Majzlic (zu Klampen Verlag, www.zuklampen.de) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 1. Dezember 2019 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de. Es werden insgesamt drei Exemplare verlost.



30 Jahre nach dem 9. November 1989: Zeitzeugen erzählen von ihrer einstigen Rebellion gegen das DDR-Unrechtsregime und ihrem unermüdlichen Einsatz für die Aufarbeitung der Diktatur.


Bereits lange vor dem Mauerfall opponierten DDR-Bürger gegen die Willkür und Gewalt in ihrem Staat. Aleksandra Majzlic hat einige dieser Zeitzeugen interviewt bzw. porträtiert. Ihre Schilderungen zeugen von der Möglichkeit und vom Mut des Einzelnen, sich gegen Anpassung und Willfährigkeit zu entscheiden und Widerstand zu leisten. Die Protagonisten berichten, wie sie für ihre Überzeugungen einstanden und was sie erreicht haben. Und sie enthüllen erschütternde Details eines grausamen Überwachungs- und Unterdrückungssystems.
Die Porträtierten stehen beispielhaft für jene, die 1989 den politischen Wandel im Osten Deutschlands durchgesetzt haben. In den persönlichen Erfahrungen und Reflexionen dieser Menschen wird die DDR-Geschichte und deren Aufarbeitung konkret. Mit seinem ehemaligen Stasivernehmer, DDR-Juristen und Spitzeln setzte sich Gilbert Furian auseinander. Und Monika Lembke erzählt in Schulen von ihrem Kampf für ihre Ausreise.
„Ich finde es wichtig, dass Aleksandra Majzlic bekannte, aber vor allem auch weniger bekannte mutige Menschen in diesem Buch präsentiert. Diese Menschen boten den Oberen in der DDR die Stirn und beteiligen sich heute an der Aufarbeitung, indem sie schildern, wie die DDR wirklich war und wozu ihre Diener fähig waren", so Katrin Sass im Vorwort.
Über sein Leben als Homosexueller in der DDR und seine gescheiterte Flucht berichtete Mario Röllig in den USA und in Russland. Und die Berlinerin Katrin Behr unterstützt Menschen, die in der DDR zwangsadoptiert wurden – wie sie selbst.


 

 

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Katrin Sass

INTERVIEW mit Katrin Sass





„Ich habe keine Angst,
in Fettnäpfchen zu treten“


Warum sie in der DDR von adidas-Klamotten lieber die Finger ließ, wie sie nun in die „Schublade von Klaus Kinski“ geriet und worauf sie am Set keine Lust mehr hat, das verrät die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin („Good Bye Lenin!, „Weissensee“) im Gespräch.

 Interview: Aleksandra Majzlic 

 

Im zweiten Teil lesen Sie, wozu Katrin Sass 1989 der Mut fehlte, was sie heute „gruselig“ findet und was nach ihrem Ausraster in der TV-Sendung von Markus Lanz passierte. Zudem erfahren Sie, warum das Konzert von Katrin Sass in der Berliner Bar jeder Vernunft 2015 „supermegaspitzenklasse“ war. >>>

ANKÜNDIGUNG
TV-TIPP
„Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt“: Katrin Sass spricht die dritte Staffel der rbb-Chronik über die 80er Jahre
In zehn Folgen à 90 Minuten (seit 31. August 2019) blickt die dritte Staffel der TV-Chronik auf die ereignisreichen 80er Jahre: Ein Jahrzehnt zwischen Vergnügungssucht und Zukunftsangst, Neuer Deutscher Welle und Wettrüsten, zwischen Popgymnastik und Perestroika. Die Folge über das Jahr 1989 wird am 30. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 2019 ausgestrahlt.

 

 

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Clemens Schuldt

ANKÜNDIGUNG
KONZERTE





Klangvolle Wärmequellen



„Wärme“ ist das herzerwärmende Saisonmotto 2019/2020 des Münchener Kammerorchesters: Chefdirigent Clemens Schuldt will die Begeisterung des Publikums für südländische und nordische Wärme in der Musik befeuern. 

In die Tiefe der Werke vordringen, „mehr Dramatik spüren“  –  das hat sich Clemens Schuldt für die kommende Saison vorgenommen, wie er bei der Pressekonferenz mitteilte. Der „Wärme in der Musik“ will er mit seinem „Top-Kammerorchester“ nachspüren und fokussiert sich dabei beispielsweise auf die Nacht  – mit dabei: Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“ als Inbegriff des spätromantischen, „warmen Streichertons“, die mit flirrenden Streicherklängen aufwartende „Elongation of Nights“ der litauischen Komponistin Justė Janulytė sowie Luigi Dallapiccolas „Piccola musica notturna“, die die warme italienische Nachtstimmung feiert. Zur Italien-Thematik im Programm zählen auch Verdis einziges Streichquartett, Romitellis „Flowing down too slow“ sowie Mendelssohns „Italienische“. 
Die Wärme als Bedrohung thematisiert das MKO ebenfalls: Als deutsche Erstaufführung präsentiert das Orchester Miroslav Srnkas „Overheating“, das unter dem Eindruck der kalifornischen Waldbrände 2018 entstand.
Fremde Klänge will Schuldt in die „Ohren der Kinder zaubern“: Das jährliche Kinderkonzert bringt eine Neuauflage der Zusammenarbeit mit dem Schlagzeugduo Double Drums, die diesmal unter dem Titel „Frostig, Feurig, Furios“ vor allem afrikanischen und südamerikanischen Rhythmen nachgeht. Begleitet wird das Kinderkonzert im Vorfeld wieder von vorbereitenden Workshops im Rahmen des umfangreichen Education- und Musikvermittlungsprogramms des MKO.
Weitere zentrale Auftrags- bzw. Ur- und Erstaufführungswerke bei den Abonnementkonzerten kommen von Johannes Maria Staud, der erstmals ein Kammerorchesterwerk für das MKO geschrieben hat, Thomas Adès (Deutsche Erstaufführung des Cellokonzerts mit Steven Isserlis) und dem Ungarn Márton Illés, dessen Violinkonzert für Patricia Kopatchinskaja nach seiner Uraufführung in Köln zum Saisonabschluss in München zu erleben sein wird.
Zu den Solisten der Abonnementreihe gehören der Geiger Christian Tetzlaff, die Pianisten Alexander Melnikow und Evgeni Bozhanov und der Bariton Georg Nigl. Als Gastdirigenten begrüßt das MKO Ilan Volkov, Joshua Weilerstein und Christian Kluxen, die alle zum ersten Mal mit dem Orchester arbeiten.
Die Nachtmusik in der Pinakothek der Moderne erlebt mit Johannes Maria Staud nicht nur ihre 50. Ausgabe, sondern davor noch eine Premiere: Erstmals ist ein Doppelporträt angesetzt, das den 2017 verstorbenen Komponisten Klaus Huber an die Seite seiner Frau Younghi Pagh-Paan stellt. Aleksandra Majzlic

ANKÜNDIGUNG
KONZERT
Münchener Kammerorchester
2. Abonnementkonzert
21. November 2019, 20 Uhr Prinzregententheater
Christian Tetzlaff, Violine
Daniel Giglberger, Leiter und Konzertmeister
Jón Leifs, „Consolation“, Intermezzo für Streichorchester
Ludwig van Beethoven, Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Guiseppe Verdi, Streichquartett e-Moll, Fassung für Streichorchester
„Unser warmes Klima in Italien ist dem Streichquartett nicht zuträglich“, so Giuseppe Verdi – obwohl Luigi Boccherini und Haydn gleichermaßen als Quartett-Begründer gelten. Trotzdem ist die extrovertierte Oper das Herz Italiens. Auch in seinem einzigen Streichquartett ist der Opernkomponist Verdi präsent. So darf sich im dritten Satz das Cello quasi gesangssolistisch hervortun – viel Belcanto und Italianità. Sonst aber sind Vorbilder nördlich der Alpen hörbar, allen voran Haydn, Mozart, Beethoven und Mendelssohn. Dagegen wollte Jón Leifs stets den „nordisch-normannischen Charakter“ seiner Heimat Island einfangen – das „Harte, Kühle, Schwere, Kämpferisch-Männliche“. Mit einer warmherzigen, kontemplativen Consolation verabschiedet sich der todkranke Komponist 1968. Als „schön, aber auch zerrissen und tumulthaft“ bewertete der Wiener Kritiker Möser einst das Violinkonzert Beethovens nach der Uraufführung. Andere hörten in dem einläutenden Paukenmotiv den flammenden Aufbruchsgeist der Französischen Revolution.

 

 

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Koepplinger
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THEATER




„Wir sind ein Gemischtwarenladen im positiven Sinne“


Spielzeit 2019/2020 im Gärtnerplatztheater: Bei der Pressekonferenz warb Staatsintendant Josef E. Köpplinger für die Vielfalt in seinem Haus, betonte die Wichtigkeit der „Repertoirepflege“ und erzählte, welche seiner Lieblingsopern ihn schon als Kind faszinierte.

Das Gärtnerplatztheater verbindet alle Genres des Musiktheaters –  und darauf ist Josef E. Köpplinger stolz: „Wir sind ein Gemischtwarenladen im positiven Sinne“. Dass die bestens gefüllten Regale ganz nach dem Gusto des Publikums bestückt sind, beweist die Gesamtauslastung der laufenden Saison von 91,9 Prozent sowie eine Abosteigerung von sechs Prozent (Stand: 10. April 2019). Der Staatsintendant betonte, dass die „Repertoirepflege“ im Hause einen hohen Stellenwert habe.
In der kommenden Spielzeit präsentiert das Gärtnerplatztheater einen „kleinen Italien-Schwerpunkt“  –  mit zwei Opern-Premieren unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Anthony Bramall: Verdis „Rigoletto“ (Inszenierung von Herbert Föttinger) und Puccinis „Tosca“ (Inszenierung von Stefano Poda). „Tosca ist eine meiner Lieblingsopern“, erzählte Josef E. Köpplinger den Journalisten, schon als Kind habe er das Werk gesehen und „die Weltsprache der Musik verstanden.“ In den kommenden Jahren werde es einen französischen und einen slawischen Schwerpunkt geben, kündigte der Hausherr an.
Als Eröffnungspremieren zeigt das Gärtnerplatztheater Carl Orffs Oper „Die Kluge“ und eine der berühmtesten geistlichen Kompositionen der Welt, das Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel. Regisseur Torsten Fischer und Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner bringen den sinnlichen und gleichsam nachdenklichen Abend in Musik und Tanz auf die Bühne, die musikalische Leitung hat Chefdirigent Anthony Bramall.
Im Auftrag des Gärtnerplatztheaters hat Johanna Doderer nach der erfolgreichen Uraufführung ihrer Oper „Liliom“ die Oper „Schuberts Reise nach Atzenbrugg“ komponiert. Gemeinsam mit dem berühmten österreichischen Dichter Peter Turrini ist ein zartes, sinnliches Werk über ein Künstlerdasein entstanden – heiter, abgründig und im Schubert’schen Sinne melancholisch. Staatsintendant Josef E. Köpplinger inszeniert die Uraufführung, die musikalische Leitung hat Michael Brandstätter.
Das Theaterstück für Sänger, Tänzer und Musiker „Mass“ von Leonard Bernstein erarbeitet Regisseur und Choreograf Adam Cooper, die musikalische Leitung hat Rubén Dubrovsky. Für die Ballett-Uraufführung „Salome Tanz“ konnte Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner den israelischen Choreografen Eyal Dadon gewinnen. Er erarbeitet diese physische und ekstatische Geschichte über den Mythos der gleißend-hemmungslosen Salome mit dem Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz.
Das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Anthony Bramall setzt die Reihe „Sinfonische Lyrik“ mit der „Manfred- Sinfonie“ von Peter I. Tschaikowsky und der „Sinfonie Nr. 5“ von Dmitri Schostakowitsch fort. Es rezitieren Cornelia Froboess und Julia Stemberger. Und auf dem Programm des Neujahrskonzerts 2020 „Happy New Year in Hollywood“ steht Bekanntes und Unbekanntes aus der flimmernden Welt des amerikanischen Kinos, verbunden durch die launigen Moderationen von Anthony Bramall. Aleksandra Majzlic


ANKÜNDIGUNG
THEATER
Gärtnerplatztheater
Premiere „Tosca“ am 14. November 2019
Musik von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
Nach dem Drama „La Tosca“ von Victorien Sardou
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Anthony Bramall / Howard Arman
Regie: Stefano Poda
Um des entflohenen politischen Häftlings Cesare Angelotti wieder habhaft zu werden, bringt Polizeichef Baron Scarpia den an der Flucht beteiligten Maler Mario Cavaradossi und dessen Geliebte, die Operndiva Floria Tosca, die gleichzeitig auch von Scarpia heiß begehrt wird, in seine Gewalt und verstrickt sich mit den beiden in einen grausamen Totentanz um Liebe, Eifersucht, Folter, Zynismus, Gier, Erpressung bis hin zu Mord und Selbstmord.
Giacomo Puccinis „Tosca“, 1900 in Rom uraufgeführt, ist ein brutales Kabinett der Grausamkeiten, veristisch-filmschnittartig und grandios farbenreich in emotionalste Musik gesetzt und zählt heute – ausgestattet mit unsterblichen Hits wie „Vissi d’arte“ und „E lucevan le stelle“, zu den ganz großen Titeln des Opernrepertoires. Für die Gärtnerplatz-Erstaufführung erarbeitet Regisseur und Bühnenbildner Stefano Poda seine Deutung des Polit-Thrillers bildgewaltig neu!



 

 

Beck ANKÜNDIGUNG
THEATER



„Wir müssen das Theater literarisch von uns aus betrachten“


In der ersten Spielzeit der Intendanz von Andreas Beck wartet das Residenztheater mit  „literarischen Neuzugriffen“, lokalspezifischen Stoffen und einem großen Ensemble auf. Und aus dem „Jungen Resi“ wird in der Spielzeit 2019/2020 das „Resi für alle“.

In den Neunzigerjahren hatte Andreas Beck seine erste Dramaturgenstelle am Residenztheater. Gerne denkt er an diese „glückliche Zeit“ zurück. Seine Rückkehr habe für ihn daher „eine emotionale Komponente“, verriet der designierte Intendant bei der Pressekonferenz zur kommenden Spielzeit (Foto). Er wird den Posten von Martin Kušej übernehmen, der mit Beginn der Spielzeit 2019/2020 Intendant am Wiener Burgtheater wird. Derzeit ist Beck noch Intendant und Schauspieldirektor des Theaters Basel.
Als Dramaturg in München habe er sich damals für das Stück „Engel in Amerika“ eingesetzt, es aber nicht durchsetzen können, erzählte Beck den Journalisten. Tony Kushners Theaterepos inszeniert nun Simon Stone, mit dem Beck schon oft zusammengearbeit hat. 
Was ist der Mensch? Wir verhalten wir uns alleine und wie interagieren wir? Was ist – brutal gefragt – der Wert oder der „Preis des Menschen“? Diese Fragen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Programm. Beck geht es um „literarische Neuzugriffe“, wie er betonte: „Wir müssen das Theater literarisch von uns aus betrachten.“ 28 Premieren stehen auf dem Programm – darunter 11 Uraufführungen, fast alle sind Auftragswerke. 
„Für mich ist Theater etwas Lokales“, erläuterte Beck und macht die Bühne frei für Marieluise Fleißer („Der starke Stamm“), Franz Xaver Kroetz („Der Drang“), Frank Wedekind („Lulu“) oder auch Georg Ringsgwandl („Lola M“).
Große Gesellschaftspanoramen beschreiben die Menschen in Zeitenwenden („Sommergäste“, „Anna Karenina“, „Spiel des Lebens“, „Graf Öderland“ oder „Dantons Tod“). Und mit „Dantons Tod“, „Leonce und Lena“ und „Woyzeck“ beschenkt Beck das Publikum mit dem gesamten dramatischen Werk Georg Büchners. 
Viele Stücke werden von Frauen inszeniert – wie beispielsweise von den Hausregisseurinnen Nora Schlocker („Vor Sonnenaufgang“ von Ewald Palmetshofer nach Gerhard Hauptmann) und Julia Hölscher („Amphitryon“ von Kleist nach Molière).
Das „Junge Resi“ erfährt eine wunderbare Verwandlung: Denn das neue „Resi für alle“ richtet sich mit Spielklubs etc. nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern auch an Erwachsene. Daniela Kranz, Leiterin des neuen „Resi für alle“ (Foto), bietet mit „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren einen familientauglichen Klassiker. Für die Räuber-Rollen sollen erwachsene Münchner gecastet werden.
Im Programmheft entdecken die Münchnerinnen und Münchner bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler wie Juliane Köhler, Brigitte Hobmeier, Sophie von Kessel, Sibylle Canonica, Oliver Nägele und Oliver Stokowski.  Aleksandra Majzlic

Ab der Spielzeit 2019/2020 beginnt der Vorverkauf jeweils am 1. eines Monats für den gesamten Folgemonat.

 

 

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Bonnie Tyler

INTERVIEW mit Bonnie Tyler

 

„Meine Stimme ist viel kräftiger, als sie es jemals war“



Interview: Aleksandra Majzlic



Ihr 50. Bühnenjubiläum 2019 feiert Bonnie Tyler („Total Eclipse Of The Heart“) mit einer Tour (Start: 28. April 2019, Münchner Circus Krone) sowie mit ihrer CD „Between The Earth And The Stars“ (erscheint am 22. März 2019, earMUSIC). Im Gespräch erzählt sie, wer sie inspirierte, mit wem sie gerne ein Duett singen würde und welches das glücklichste Ereignis ihres Lebens war.

ML: Sie sind mit Opernarien im Ohr aufgewachsen. Wie war das für Sie? 
Bonnie Tyler: Fantastisch, meine Mutter liebte Opern sehr, und sie hatte eine so wunderbare Stimme. Sie wäre viel zu schüchtern gewesen, um auf einer Bühne zu stehen, aber sie sang immer Arien, während sie die Hausarbeit machte. Und Leute standen immer vor unserem Haus und hörten ihr dabei zu. 

ML: Haben sich alle Ihre Träume bereits erfüllt? 
Bonnie Tyler: Ich denke schon. Als ich ein Mädchen war, habe ich mir alles Mögliche gewünscht, wenn ich eine Münze in einen Brunnen geworfen habe.

ML: Sind Sie abergläubisch?
Bonnie Tyler: Ja, ein wenig schon. Mir wurde als Kind immer gesagt, wenn eine schwarze Katze vor Deinen Augen vorüberläuft, bringt das Glück.

ML: Gab es einen Augenblick in Ihrem Leben, der alles veränderte? 
Bonnie Tyler: Ich hatte sehr viel Glück in den Siebzigern, als ich dem Talentscout Roger Bell aus London auffiel. Zu dieser Zeit hatte ich bereits sieben Jahre lang in einem Club in Swansea gesungen. Er kam dorthin, um sich einen Sänger anzuhören. Auf dem Weg ins Obergeschoss zum Auftritt des Sängers kam er an meiner Bühne vorbei und hörte mich singen. Er flog zurück nach London und erzählte einem Songwriter von mir und dann wurde ich nach London eingeladen, um ein paar Demobänder aufzunehmen. Das war das glücklichste Ereignis meines Lebens.

ML: Sie haben „The Best“ zwei Jahre früher aufgenommen als Tina Turner … 
Bonnie Tyler: Ja, das stimmt. Aber ich muss sagen, die Version von Tina Turner ist viel besser als meine. Sie ist eine großartige Sängerin, die mich inspirierte und die ich auch schon mehrmals traf.

ML: Ab März 2019 läuft ein Musical über Tina Turner in Hamburg. Was würden Sie von einem Musical über Bonny Tyler halten?
Bonnie Tyler: Ich glaube nicht, dass es das geben wird. Aber wow, das wäre natürlich schon was! Das wäre sicherlich ein Spaß. (lacht) Übrigens wurde mir angeboten, dass ich eine Autobiografie schreiben soll, aber daran habe ich überhaupt kein Interesse.

ML: Wie beurteilen Sie Ihre bisherige Karriere?
Bonnie Tyler: Sie war von Höhen und Tiefen geprägt. Aber das hat mich nie davon abgehalten zu arbeiten. Als ich nicht in den Charts vertreten war, hat mich das nicht gestört.
Ich startete nicht im Musikbusiness, um berühmt zu werden, sondern einfach um eine Rocksängerin zu sein. Und ich werde mich nicht zur Ruhe setzen, ich werde Shows machen, bis ich nicht mehr singen kann. Vor jeder Show telefoniere ich mit meinem Stimmtrainer. Meine Stimme ist viel kräftiger als sie es jemals war. Ich liebe, was ich tue – das ist mein Erfolgsgeheimnis. Ich müsste nicht arbeiten, aber ich mache es, weil ich es so liebe. Und ich habe das Glück, einige der größten Evergreens zu haben. Ich werde nie müde „Total Eclipse Of The Heart“, „It's A Heartache“ und „Holding Out For A Hero“ zu singen. In den Siebzigern und Achtzigern habe ich jeden Tag 36.000 Tonträger verkauft, manchmal waren es sogar mehr als 50.000, an einem Tag verkaufte ich allein 52.000 Tonträger von „Total Eclipse Of The Heart“, das war wirklich unglaublich.

ML: Was macht Ihrer Meinung nach einen Song erfolgreich? 
Bonnie Tyler:
Wenn ich singe, versuche ich das Gefühl, das in den Worten steckt zu transportieren. Ich denke, „Between The Earth And The Stars“ ist das beste Album, das ich je gemacht habe. Es sind nur neue Songs darauf – und die hauen einen einfach um. 

ML: Auf Ihrem 17. Studioalbum „Between The Earth And The Stars“ präsentieren Sie drei Duette: mit Francis Rossi von Status Quo („Someone's Rockin' Your Heart“), Rod Stewart („Battle Of The Sexes“) und Cliff Richard („Taking Control“). Gibt es weitere Duett-Wunschpartner?
Bonnie Tyler: Bryan Adams und Tom Jones.

ML: Mögen Sie es, wenn Sie von Fans angesprochen werden?
Bonnie Tyler:
Sagen wir mal so: Es stört mich nicht. Aber wenn ich beispielsweise im Restaurant sitze, den Mund voll habe und dann Leute fragen „Können wir ein Selfie machen?“, dann erwidere ich schon: „Könnt Ihr vielleicht warten, bis ich mit dem Essen fertig bin?“ (lacht)

ML: Würden Sie sich als eitel bezeichnen?
Bonnie Tyler: Oh ja, das bin ich wahrscheinlich. Meine Mutter war sehr hübsch ohne Make-up. Aber ich gehe nie ungeschminkt auf die Straße. Das war auch schon so, bevor ich bekannt wurde. Ich versuche einfach so gut wie möglich auszusehen. Und das Schminken gehört einfach zu meinem Start in den Tag: Ich dusche, ziehe mich an, trage Make-up auf – und dann bin ich „ready for the World“.

 

 

Michael Sadler

INTERVIEW mit Michael Sadler von Saga




„In der Musikbranche geht es nur noch um Geld und Ruhm “



Interview: Aleksandra Majzlic


Bei der Rock Meets Classic Tour 2018 wartete der Saga-Sänger Michael Sadler unter anderem mit den Hits „Wind Him Up“ und „On The Loose“ auf.
Im Gespräch erzählt er, wie er einst einen Fan in einem Plattenladen verfolgte, wie es ihm mit musikalischen Mitteln gelang, einen Mann aus dem Koma zu holen, und welche Folgen die fehlende „Menschlichkeit“ im Musikbusiness nach sich zieht.

Im zweiten Teil lesen Sie, welcher der schrecklichste Moment in seinem Leben war, was er über Kids in Talentshows denkt und was Ruhm für ihn bedeutet. >>>

 

 

Supertramp

BERICHT
KONZERT



Britische Weißwurst-Fraktion

Von Aleksandra Majzlic


Bei Rock Meets Classic 2018 in der Münchner Olympiahalle befeuern Status-Quo-Frontmann Francis Rossi, Saga-Sänger Michael Sadler, John Helliwell und Jesse Siebenberg von Supertramp sowie diverse Mitstreiter die Energie der Fans. Francis Rossi zeigt, dass er auf Fitness abfährt und John Helliwell bekennt seine Vorliebe für Kräftig-Deftiges am Morgen. 

Hier lesen Sie den Konzert-Bericht. >>>

 

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Hannes Jaenicke

INTERVIEW mit Hannes Jaenicke



„Auf meiner Facebook-Seite wird gelegentlich gehetzt, aber das ist völlig okay“


„Wir sind das einzige Land der Welt, in dem Gutmensch ein Schimpfwort ist“, sagt der als Gutmensch titulierte Schauspieler und Umweltaktivist im Gespräch. Zudem verrät er, von wem er Hass-Post bekam, welche „unfassbar feigen Menschen“ sich nicht vor seine Kamera wagten und wer anfällig ist für die „Nörgel- und Kritiksucht“. 


Interview: Aleksandra Majzlic

 

 

  

Hannes Jaenicke fordert im Interview ein Wildtierverbot im Zirkus, spricht über die letzte Hoffnung auf Nachkommen für die letzten drei Vertreter des Nördlichen Breitmaul-Nashorns und kündigt seine nächste Doku an, in der es um den „Schweinkram“ hierzulande geht. >>>

 

 

Bille August

INTERVIEW mit Bille August

 


„Das Leben ist fast ein Wunder“


Ob er Angst vor dem Sterben hat und an ein Weiterleben nach dem Tod glaubt und welchen Schmerz ihm einst sein Vater zufügte, das erzählt der angesehene Regisseur („Silent Heart – Mein Leben gehört mir“) im Gespräch.

 

Interview: Aleksandra Majzlic

 

Im zweiten Teil erfahren Sie, inwiefern Bille August ein „reicher Mann“ ist, welche Belohnung er sich nach der Arbeit am Set wünscht und welche Filme er sich privat niemals anschaut. >>>