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Schuldt

ANKÜNDIGUNG
KONZERT
Münchener Kammerorchester
Vorwiegend heiter 18/19 –

4. Abonnementkonzert
31. Januar 2019, 20 Uhr Prinzregententheater

Ilya Gringolts, Violine
Emilio Pomàrico, Dirigent
Xanakis: „Aroura“ für 12 Streicher
Hindemith: Kammermusik Nr. 4 op. 36/3 für Violine und größeres Kammerorchester
Brahms: Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11


Musikgeschichte im schnellen Rücklauf: Aus den Jahren 1971, 1925 und 1860 stammen die drei Werke, die Emilio Pomàrico für sein MKO-Debüt ausgewählt hat. Iannis Xenakis, ausgebildeter Ingenieur und überzeugter Naturwissenschaftler, bedient sich mathematischen respektive architektonischen Modellen, um das impulsive Klanggeschehen seiner Studie für zwölf Streicher zu organisieren. Dagegen wählt Paul Hindemith in der Hochzeit der Neuen Sachlichkeit eine die Extremlagen des Orchesters hervorkehrende Besetzung mit starker Bläserdominanz, um ein ganz und gar antiromantisches Violinkonzert zu entwerfen. Die immensen spieltechnischen Herausforderungen dürften bei dem Hypervirtuosen Ilya Gringolts in allerbesten Händen sein. Zwischen symphonischer Größe und höfischer Grazie pendelt schließlich der Mittzwanziger Johannes Brahms. Unter feudalem Patronat ist seine erste Serenade entstanden, die an Haydn und Mozart Maß nimmt.


 

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Koepplinger ANKÜNDIGUNG
VERANSTALTUNGEN
Gärtnerplatztheater
Im Auftrag des Gärtnerplatztheaters verwandelt der legendäre Chansonnier und Musikkabarettist Thomas Pigor den satirischen Erfolgs-Roman „Drei Männer im Schnee“ von Erich Kästner in eine skurril-spritzige Revueoperette – mitten im Schnee. Die Uraufführung im Gärtnerplatztheater findet am 31. Januar 2019 statt. Regie führt Staatsintendant Josef E. Köpplinger, die musikalische Leitung hat Andreas Kowalewitz.

Loriots legendäre Inszenierung der romantisch-komischen Oper „Martha“ zeigt das Gärtnerplatztheater wieder ab 11. Januar. In Loriot-typischer detailgenauer Deutung der musikalisch raffinierten Spieloper von Friedrich von Flotow beschreibt er die Handlung mit zauberhafter Ironie und schafft dazu mit seinem bildnerischen Können einen delikaten Rahmen in Bühnenbild und Kostümen.
Die Kammersängern Elaine Ortiz Arandes und der Tenor Juan Carlos Falcón präsentieren zusammen mit der Pianistin Ekaterina Tarnopolskaja den Liederabend „Das kommt mir Spanisch vor!“ am 27. Januar 2019 im Orchesterprobensaal. Solist/innen und Pianist/innen aus dem Ensemble des Gärtnerplatztheaters stellen sich in dieser Saison im intimen Rahmen des Orchesterprobensaals, des Foyers und des Salon Pitzelberger mit eigener Programmauswahl vor.

 

 

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Mark Mast

ANKÜNDIGUNG
KONZERT
25 Jahre Bayerische Philharmonie
Mozart +
27. Januar 2019 (Mozarts Geburtstag), 20 Uhr, Cuvillié
s-Theater in München
Ganvai Friedrich, Trompete
Javelyn Kryeziu, Klavier
Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie
Dirigent: Mark Mast
Der Verein Bayerische Philharmonie wurde 1994 gegründet. Sein Zweck ist die Förderung von Musikern mit dem Ziel, die Grundanlagen symphonischen Musizierens zu vermitteln und professionell zu musizieren.





BERICHT
WEIHNACHTSKONZERTE
der Bayerischen Philharmonie
Ende 1734 schrieb Johann Sebastian Bach sein Weihnachtsoratorium. Die sechs Teile erklangen erstmals in getrennten Gottesdiensten in der Thomaskirche und der Nikolaikirche in Leipzig  – zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest (Dreikönigstag) 1735.
Traditionell führte die Bayerische Philharmonie zum Jahresausklang das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz auf. Der  Kammerchor und das Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie musizierten gemeinsam mit den vom Publikum gefeierten Solisten Carmela Konrad (Sopran), Marion Eckstein (Alt), Andreas Weller (Tenor) und Florian Götz (Bariton) unter der Leitung von Mark Mast.
Präsentiert wurden in diesem Jahr die Kantaten I (am ersten Weihnachtsfeiertage „Jauchzet, frohlocket! Auf, preiset die Tage“), II (am zweiten Weihnachtsfeiertage „Und es waren Hirten in derselben Gegend“), III (am dritten Weihnachtsfeiertage „Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen“) & VI (am Feste der Offenbarung Christi „Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben“).
Bachs populäres Vokalwerk ist ein Synonym für Hoffnung, Freude, Glanz und gewissermaßen das „hörbare“ Licht in der Winterzeit. Ob das Oratorium nach 1735 weitere Male aufgeführt worden ist, lässt sich nicht belegen. Sicher ist aber, dass es danach für weit mehr als ein Jahrhundert still um den sechsteiligen Werkzyklus wurde. Erst im Dezember 1857 wurde er von Felix Mendelssohn-Bartholdy wiederentdeckt und in Berlin unter der Leitung von Eduard Grell der Vergessenheit entrissen.
Nun trat das Werk nach und nach seinen Siegeszug an und berührte ab Mitte des 20. Jahrhunderts Menschen in aller Welt nachhaltig. Heute gehört die Musik zum unbestrittenen Kanon des abendländischen Kulturguts und ist traditionell in der Vorweihnachtszeit zu hören, wofür sie ursprünglich gar nicht vorgesehen war
.
Im stimmungsvollen Ambiente der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz präsentierte auch der musikalische Nachwuchs der Bayerischen Philharmonie sein alljährliches vorweihnachtliches Familienkonzert. Die KlangEngel der Bayerischen Philharmonie sangen beispielsweise das Kinder-Weihnachtslied „In einem kleinen Apfel“, gefolgt vom Kinderchor („Leise fließt die Zeit“ etc.) und dem Jugendchor (z.B. „The river is flowing“). Die Moderation übernahm der Chefdirigent und Intendant Mark Mast. 

 

 

 

 

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Anne-Sophie Mutter ANKÜNDIGUNG
KONZERT






„Heroische Musik aus einer fernen Galaxie“

 

 

Seit mehr als vierzig Jahren verzaubert Anne-Sophie Mutter ihre Fans in diversen heiligen Hallen mit Königinnenklängen. Am 14. September 2019 wird die Meisterviolinistin erstmals in einem Open-Air-Konzert zu erleben sein. Auf dem Königsplatz – unter sicherlich leuchtendem Sternenhimmel  –  wird sie unter dem Titel „Across the Stars“ Werke des Filmmusikkomponisten John Williams präsentieren.


1978 entdeckte Anne-Sophie Mutter den Komponisten John Williams für sich – als sie im Kino „Star Wars“ sah. Diese „heroische Musik aus einer fernen Galaxie“ nahm sie gefangen, wie sie bei der Pressekonferenz in München schwärmte. Mittlerweile verbindet sie eine langjährige Freundschaft mit dem mehrfachen Oscar-Preisträger. „Er ist bescheiden und introvertiert“, erzählte sie. Auch ihre Kinder zählen zu den Fans des Schöpfers vielfach Oscar- und Grammy-gekrönter Melodien.
Ein „Jugendtraum“ erfüllt sich nun für die bedeutendste Geigerin unserer Zeit, da der Großteil der Williams-Werke, die sie in München aufführen wird, spezielle Arrangements für sie sind. Basis des Konzertes wird die CD „Across the Stars“ (Deutsche Grammophon) sein, die 2019 erscheinen wird. Zum Programm werden Stück aus „Star Wars“, „Schindlers Liste“, „Die Geisha“, „Harry Potter“, „Dracula“ und „München“ gehören. Diese Musik wolle sie „einem neuen Publikum ans Herz legen“, kündigte Anne-Sophie Mutter an. Das renommierte Royal Philharmonic Orchestra aus London unter der Leitung von David Newman wird die mehrfach preisgekrönte Virtuosin begleiten.
Für viele Kinobesucher sei die Filmmusik heute nicht mehr so bedeutend, so der Eindruck von Anne-Sophie Mutter. Gleichzeitig freue sie sich, dass die Begeisterung für Live-Filmmusik zunehme.
Für den DEAG-Vorstandsvorsitzenden Prof. Peter Schwenkow wird mit dem Auftritt der „Königin der Geige“ ein „Traum wahr“, wie er bei der Pressekonferenz betonte. Auf die Frage, ob John Williams höchstselbst zum Königsplatz kommen wird, sagte Schwenkow: „Er reist nicht gerne. Aber Wunder gibt es immer. Und wer erliegt nicht dem Charme von Frau Mutter?“
Aleksandra Majzlic

Anne-Sophie Mutter, „Across the Stars“, Open Air, 14. September 2019, München-Königsplatz, Konzertbeginn: 19.30 Uhr. Der Vorverkauf für das Konzert läuft bereits. 



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Schneider Israel
GEWINNSPIEL
BUCH „Alltag im Ausnahmezustand. Mein Blick auf Israel“ von Richard C. Schneider (DVA) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 2. Februar 2019 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.


An die „goldene Zeit“ in Israel denkt Richard C. Schneider gerne zurück. In den Achtzigerjahren war es möglich von Jerusalem einfach mal in ein Café nach Hebron zu fahren, schwärmt er. Oder köstlichen Fisch in einem Restaurant am Strand von Gaza zu essen.
Richard C. Schneider bereist als Journalist seit mehr als 30 Jahren den Nahen Osten und war von 2006 bis 2015 als Leiter und Chefkorrespondent des ARD-Studios Tel Aviv verantwortlich für Israel und die palästinensischen Gebiete.
Die Intifada 1987 führte zum Abkommen von Oslo und zum berühmten Handschlag zwischen Israels Premier Yitzhak Rabin und PLO-Führer Yassir Arafat. Das war ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Friedensprozesses, um die Formel der „Zwei-Staaten-Lösung“ und „Land für Frieden“ „schließlich zum Mantra einer ganzen Region und einer ganzen Generation zu machen“, wie Schneider schreibt: „Heute, 2018, sind wir vielleicht weiter von einer Zwei-Staaten-Lösung entfernt denn je zuvor. Die Akteure auf beiden Seiten sind nicht in der Lage oder nicht willens, diesen Traum Realität werden zu lassen.“
Der vor 70 Jahren gegründete Staat Israel ist heute hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach Frieden und dem Bedürfnis nach Sicherheit. In seiner brillanten Analyse über Israel kommt Schneider zu folgendem Schluss: „Es steht außer Zweifel, dass Israel eine desaströse Politik in den besetzten Gebieten verfolgt.“ Aber: Solange „Israelkritik“ voller antisemitischer Tendenzen sei, werde sie nichts bewirken.
Israel sei es alleine vorbehalten, sich Sorgen zu machen, ob es überhaupt ein Recht hat, zu existieren, prangert Richard C. Schneider an. Die Kritik an der Besatzung sei das eine, aber daraus abzuleiten, dass Israel gar nicht existieren dürfe, etwas ganz Anderes. „Seinen Ursprung hat diese Anschauung im Vernichtungswillen der Araber ebenso wie in der rechtsextremistischen Endlösungsfantasie der Nazis“, so Schneider. Und was wäre schließlich, wenn es gelänge, Israel zu vernichten? Würden dann die israelischen Flüchtlinge in Deutschland ebenso willkommen sein, wie 2015 die arabischen Flüchtlinge? Schneider: „Israelis wagen dies zu bezweifeln.“

 

 

Paris
GEWINNSPIEL
BUCH „Ein Ire in Paris“ von Jo Baker (Knaus Verlag) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 2. Februar 2019 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de. Es werden zwei Exemplare verlost.


Beeindruckender und ungewöhnlicher Blick auf die spannende Entwicklung des Schriftstellers Samuel Beckett („Warten auf Godot“, „Endspiel“): Als Jo Baker Becketts „lädierte, gepeinigte Charaktere, die in den Randzonen einer feindseligen Welt ihr Leben fristeten“ kennenlernte, war sie „fasziniert, aber auch irritiert“, schreibt sie in ihren Anmerkungen im Buch. Sie recherchierte und fand heraus, dass die Kriegsjahre einen grundlegenden Wandel in Becketts Schreiben markierten: Viele seiner zentralen Motive, Bilder und Themen bildeten sich heraus, als er den Zweiten Weltkrieg im besetzten Frankreich zubrachte – an der Seite seiner Freunde. Er beschloss Widerstand zu leisten und nach Kriegsende beim Wiederaufbau zu helfen.
Jo Baker („Im Hause Longbourn“) erzählt die fiktive Version der Lebensgeschichte von Beckett: Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, hält sich der Schriftsteller zunächst in seinem Elternhaus in Irland auf, bricht aber dann nach Paris auf – zum Künstlerkreis um James Joyce und Marcel Duchamp und zu seiner Geliebten. Als seine Freunde nach und nach verschwinden, schließt er sich der Résistance an.

 



Mittagsstunde
GEWINNSPIEL
BUCH  „Mittagsstunde“ von Dörte Hansen (Pengiun Verlag) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 2. Februar 2019 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de. Es werden zwei Exemplare verlost.

Warmherziger Abgesang auf eine bäuerliche Welt, frischer Neubeginn und nebenbei noch ein Plattdeutsch-Kurs für Menschen aus Süddeutschland. Denn der Roman der in Husum geborenen Autorin („Altes Land) ist angereichert mit plattdeutschen Zitaten à la „De Welt geiht ünner“ sowie Übersetzungen (Die Welt geht unter): Der Mittvierziger Ingwer Feddersen kehrt in sein Heimatdorf zurück, weil er hier noch was zu regeln hat. Großmutter Ella verliert langsam den Verstand und Großvater Sönke harrt in seinem alten Dorfkrug aus. Wann hat der Niedergang im Dorf begonnen? In den 1970ern, als nach der Flurbereinigung erst die Hecken und dann die Vögel verschwanden? Als die großen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und den Alten mit dem Gasthof sitzen ließ? –  Bester Lesestoff für Schietwetter-Tage.


 

Buch Anfang
GEWINNSPIEL
BUCH „Alles auf Anfang. Auf den Spuren gelebter Träume“ von Manuel Möglich (Rowohlt Berlin Verlag) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 2. Februar 2019 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de. Es werden zwei Exemplare verlost.


Um den Jahreswechsel herum ist es wieder soweit: Man träumt von einem Neuanfang, einem neuen Dasein – selbstbestimmt und ohne Zwänge. Doch schneller als man denkt, holt einen der Alltag wieder ein und verbannt die Träume aus dem Kopf.
Es gibt aber auch Menschen, die ihrem Traum von einem ganz anderen, besseren Leben folgen – und Manuel Möglich folgt diesen Menschen. Er erzählt locker flockig von den Nomadenelfen in der Toskana, die ihr Leben ohne Geld genießen. Um Nomadenelfe in dieser urchristlichen Gemeinschaft zu werden, muss man das einundzwanzigste Lebensjahr hinter sich haben, auf Eigentum verzichten und katholisch sind.
Gleichheit herrscht unter den Brüdern im Benediktinerkloster in Franken – was Kleidung, Alltag und Armut anbelangt. Sieben Tage die Woche führen die Mönche ein durchgeplantes Leben, beginnend täglich um 4.45 Uhr. Möglich unterwirft sich auf der Suche nach innerer Einkehr dem mönchischen Alltag im Benediktinerkloster.
Zudem erklettert der Autor beispielsweise die Baumhäuser junger Umweltaktivisten im Hambacher Forst und träumt mit Tech-Freaks auf dem kalifornischen RAAD-Festival von Cyborgs und Unsterblichkeit. Denn er will wissen: Was bleibt von den großen Träumen, wenn man sie zu leben versucht?

 

 
 
Neujahrskonzert  

BERICHT
KONZERT



Liebes- und Lehrerweisheiten





Der Lagunenstadt für Verliebte huldigten Chefdirigent Anthony Bramall, das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz sowie Solistinnen und Solisten bei ihrem umjubelten Crossover-Neujahrskonzert „Buon anno a Venezia“ im Gärtnerplatztheater. 


73 Jahre hat er auf dem wohlgeformten Rücken: Casanova (Erwin Windegger), seines Zeichens ungestümer Betörer holder Geschöpfe. Um keine poetische Liebesweisheit ist der Venezianer  verlegen. Verwegen sind seine Verse, die Damenherzen erglühen lassen. Und mit Leidenschaft schmettert er Toto Cutognos „C'est Venise“.
Beschwingt startete das Gärtnerplatztheater ins Jahr 2019 – mit seiner höchst anmutigen Verbeugung vor der Gondelstadt. Chefdirigent Anthony Bramall, das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz sowie Solistinnen und Solisten präsentierten Meisterwerke mit Venedig-Bezug –  beispielsweise die Strauss-Ouvertüre zu „Eine Nacht in Venedig“, Offenbachs Barcarole aus „Hoffmanns Erzählungen“ und John Barrys Titelsong zum James-Bond-Film „Liebesgrüße aus Moskau“.
Von Viscontis Verfilmung der Thomas-Mann-Novelle „Der Tod in Venedig“ schwärmte Anthony Bramall schon im Alter von 15 Jahren, wie er dem Publikum verriet. Mehr noch liebt der Brite die melancholische Musik, die Visconti für seinen Film auswählte: Das Adagietto aus der 5. Sinfonie von Mahler ließ das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz erklingen.
Zu Verdis „Rigoletto“ lieferte Bramall folgende Anekdote: Der Komponist wurde einst Zeuge, wie ein Drehorgelspieler „La donna è mobile“ so schnell wie einen Flohwalzer spielte und empfahl dem Straßenmusikanten das Tempo zu drosseln. Als Verdi einige Zeit später den Drehorgelspieler erneut sah, entdeckte er ein Schild, das dieser vor sich aufgestellt hatte. Darauf stand: „Student von Verdi“.
Donnernden Applaus erhielten beispielsweise Ilia Staple (Rigoletto-Arie „Caro nome“) sowie die von Bramall als „amerikanische Geheimwaffe“ angekündigte Jennifer O'Loughlin („Follie, follie.../ Sempre libera“ aus Verdis „La traviata“). Und auf ein glanzvolles Theaterjahr 2019 stießen die Solisten mit einem auf der Bühne gemixten Cocktail an – zu Verdis „Libiamo“ aus „La traviata“. Aleksandra Majzlic


Neujahrskonzert 2019 „Buon anno a Venzia“ – „Frohes Neues Jahr in Venedig“. Musikalische Leitung und Moderation: Anthony Bramall; Dirigenten: Anthony Bramall, Kiril Stankow; Video: Thomas Mahnecke; Mit Jennifer O'Loughlin, Susanne Seimel, Ilia Staple, Matija Meić, Gyula Rab und Erwin Windegger; Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

 

 

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Bryan Ferry

BERICHT
KONZERT



Unvergessene erste Liebe


25 Jahre Night of the Proms in der Münchner Olympiahalle: John Miles verrät, wie er seinen Kontostand jedes Jahr aufbessert, Tim Bendszo demonstriert, wie er sich seit seinem elften Lebensjahr entwickelt hat und Bryan Ferry singt von liebesbedingten Eifersuchtseskapaden.

 
Für Schneewirbelstürme im Bauch sorgt Night of the Proms besonders immer dann, wenn ein Song erklingt, zu dem man mit seiner Jugendliebe getanzt hat – also glücklicherweise mit dem Menschen, der auch jetzt neben einem sitzt. Diese Dauerverliebten melden sich natürlich nicht, als der Moderator Marcus Othmer fragt, wer denn glaube, im nächsten Jahr mit einer anderen Begleitung in die Olympiahalle zu kommen.
25-jähriges Jubiläum feiert Night of the Proms heuer – mit Wohlfühlgarantie für den Konzertbesucher und Künstlern, die ihre Hits in Begleitung des Antwerp Philharmonic Orchestras unter der Leitung der Brasilianerin Alexandra Arrieche präsentieren. Ebenso mit dabei: der klassische Gitarrist Petrit Ceku sowie Flötenmann Gabor Vosteen, der gleichzeitig auf drei in den Mund und zwei in die Nase gesteckten Blockflöten spielen kann.
Viele Fans kennen Bryan Ferry noch aus seiner Roxy-Music-Zeit. Sie schwenken ihre bunten Lämpchen und kennen jede Silbe des Songs „Jealous Guy“ – jene zu Herzen gehende Entschuldigung für durch heftige Liebe hervorgerufene Eifersuchtsanfälle.
Alle Jahre wieder singen die Getreuen mit Enthusiasmus mit, heuer zu „Mambo“ –  als Hommage an den 100. Geburtstag von Leonard Bernstein. Und viele turteln miteinander zu John Miles' „Music was my first love“. Auf der Bühne erzählt der Ausnahmekünstler, dass er gefragt wurde, ob er es denn nicht leid sei, die Proms-Hymne wieder und wieder zu singen. Was für eine Frage! Die Antwort kann nur „Nein!“ lauten. Und so verkündet John Miles: „Es macht mir Freude.“ Dann fügt er grinsend hinzu: „Und Geld kriege ich auch noch dafür.“ Fetzig fährt er fort mit Van Halens „Jump“. „Jump for my love“, schmettern die in Rot gewandeten und ekstatisch tanzenden Pointer Sisters ins Publikum. Dass sie „so excited“ sind, glaubt man den Power Ladys sofort.
Als er elf Jahre alt war, stöberte er in der Plattensammlung seiner Eltern und sang alle möglichen Songs nach. Stimmstark rettet Tim Bendzko heute „nur noch kurz die Welt“. Und der Belgier Milow badet gern in der wogenden Menge, wenn er sein „You don’t know“ anstimmt.
Und weil es wieder so schön war, kaufen sich die Konzertbesucher gleich in der Olympiahalle die Tickets für das kommende Jahr. Denn Night of the Proms lässt in der kalten Jahreszeit ihre Herzen glühen, gehört das Event doch zur Vorweihnachtszeit wie Punsch, Plätzchen und am Adventskalender baumelnde Päckchen. Aleksandra Majzlic

 

 


Literaturfest BERICHT
LITERATUR




Lust am Fabulieren


Zum 9. Literaturfest München kamen rund 80 internationale Autorinnen und Autoren. Martin Walser beschrieb, was für ihn an Glück grenzt und Gretchen Dutschke erzählte, warum Rudi ihr nach dem ersten Treffen einen Korb gab. 

Über die Schönheit philosophiert Martin Walser bei seiner Lesung im Literaturhaus. In diesem Zusammenhang lobt er Franz Kafkas so schöne Erzählung „Die Verwandlung“. Und auf sein eigenes Werk bezogen konstatiert der Altmeister der Wortkunst: „Was ich über das Dasein schreibe, macht es schöner als es ist. Das ist der Sinn des Schreibens.“ Wunderbare verbale Schöpfung à la „im Sprachlaub knien“ finden sich in seinem neuen Buch „Spätdienst“. Zum Lachen bringt er das Publikum mit Tipps wie „Lass alles weg, was Du nicht kannst, dann bist Du gut.“ Auch Lyrisches enthält sein „Spätdienst“. Aber als Lyriker möchte sich Martin Walser nicht bezeichnen, er mache lediglich Gedichte, wie er betont. Fazit des großen Schriftstellers: „Wenn es uns gelingt, etwas zu machen, was schön ist, dann grenzt das an Glück.“
Was für ein Glück war es für Thomas und Heinrich Mann, dass die Mutter ihre ersten Schreibversuche unterstützte. Dagmar von Gersdorff verfasste die erste Biografie über die Mutter der beiden großen Schriftstellerbrüder. Die gebürtige Brasilianerin Julia da Silva-Bruhns (1851-1923) kam im Alter von sieben Jahren nach Lübeck, in die Stadt, aus der ihr Vater stammte. Elf Jahre später heiratete sie den Konsul Johann Thomas Heinrich Mann. „Die Lust am Fabulieren hatten Thomas und Heinrich von der Mutter“, so Dagmar von Gersdorff bei ihrer Lesung im Gasteig. Julia Mann schrieb Gedichte und Erzählungen, war überhaupt dem Schöpferischen zugetan, spielte hervorragend Klavier und sang betörend schön. „So konnte sie der Kaufmannswelt entfliehen“, weiß Dagmar von Gersdorff zu berichten.
Die früheren Zeiten in Madrid lässt Almudena Grandes bei der Vorstellung ihres Buch „Kleine Helden“ im Gasteig aufleben: „Die Armut war kein Hindernis glücklich sein zu wollen.“ Ihr Buch ist in Spaniens Hauptstadt zu Zeiten der Globalisierung und Wirtschaftskrise angesiedelt, handelt von Irrungen und Wirrungen der Bewohner. „Man hat verlernt zu kämpfen“, davon ist die spanische Autorin überzeugt. In ihrem Buch lässt sie eine Oma zu ihrem Enkel sagen: „Ihr seid zu weich. Ihr würdet es sogar noch schaffen in einem Glas Wasser zu ertrinken.“
Kampferprobt trat hingegen Rudi Dutschke einst seiner Verehrerin Gretchen gegenüber – anno 1964. In einem Westberliner Café lernte die Amerikanerin den großen Revolutionär kennen. „Es war bei mir Liebe auf den ersten Blick“, verriet Gretchen Dutschke bei der Lesung aus ihrem Buch „1968. Worauf wir stolz sind“ im Gasteig. Doch der derart umgarnte Rudi wollte erst mal nichts von ihr wissen. Schließlich könne man als Revolutionär keine Frau haben, so seine damalige Haltung. Zwei Jahre später heirateten die beiden dann doch. Natürlich kommt die Witwe des 1979 verstorbenen Rudi Dutschke auch auf die Gegenwart zu sprechen: „Ich glaube immer noch, dass es im Kapitalismus keine vollständige Demokratie geben kann.“ Aleksandra Majzlic   

Die Veranstalter des Literaturfests München freuten sich über die erneut große Resonanz des Festivals und insgesamt rund 22.000 Besucher, darunter rund 7.500 Gäste beim Kinder- und Schulklassenprogramm der Münchner Bücherschau. Die Buchausstellung im Kulturzentrum Gasteig wird zudem alljährlich von insgesamt rund 160.000 Interessierten besucht.

 

 

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Juedisches Gemeindezentrum

BERICHT
DISKUSSION

 


Für ein jüdisches Leben
ohne Angst

Antisemitismus geht alle an: Am Polittalk im Jüdischen Gemeindezentrum in München beteiligten sich der Publizist Michel Friedman sowie die Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung und der Bayerischen Staatsregierung Felix Klein und Ludwig Spaenle. Eine Woche später sprach der Publizist Arye Sharuz Shalicar über die „neu-deutschen Antisemiten“.

Freiheit und Demokratie sollten „alle vertreten und verkörpern – jüdische und nichtjüdische Menschen“, sagte Charlotte Knobloch in ihrer Begrüßungsrede. Ziel des Kampfes gegen Antisemitismus sei es, „ein jüdisches Leben ohne Angst zu ermöglichen“, so die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.
Veranstalter der Diskussionsrunde zum Thema Judenhass und Menschenfeindlichkeit war das Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München. Moderiert wurde sie von Elio Adler, dem Vorstandsvorsitzenden der WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen.
„Vor Antisemitismus ist man nur noch auf dem Monde sicher“, dieses Zitat von Hannah Arendt ist leider immer noch aktuell, das beweisen die Polizeistatistiken: Die Zahl gemeldeter antisemitischer Straftaten in Deutschland hat deutlich zugenommen – sie lag im ersten Halbjahr 2018 bei 401, also zehn Prozent höher als im Vergleichszeitraum 2017.

Die Bekämpfung des Antisemitismus dürfe man nicht nur den Juden überlassen, sie sei eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, betonte Felix Klein. Der Jurist und Diplomat ist Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus. Nach dem Vorbild der Berliner Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) hat sich  in Berlin ein Verein zur bundesweiten Koordinierung von Meldestellen judenfeindlicher Vorfälle gegründet. Mit dem neuen Meldesystem sollen auch Vorkommnisse erfasst werden, die keinen Straftatbestand erfüllten, sowie solche, die nicht mit direkter Gewalt verbunden seien.
Antisemitismus sei „ein Krebsgeschwür für diese freie Gesellschaft“, sagte Ludwig Spaenle,  Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für Jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungskultur und geschichtliches Erbe. Er forderte: „Wir brauchen eine Kultur des Hinschauens.“
Michel Friedman berichtete von Jugendlichen jüdischen Glaubens, die ihm erzählten, dass sie immer wieder mit Israel identifiziert werden, es heiße dann: „Was macht Ihr denn da in Israel? Wieso Ihr?“ Zudem kritisierte er, dass in den Medien immer wieder von jüdischen Siedlungen und Siedlern gesprochen werde. Es seien aber israelische Siedler.
Bezogen auf den Judenhass konstatierte der Publizist: „Die Situation ist außerordentlich ernst.“  Den „Demokratieverlust“ beklagte er. Die AfD sei „unstreitig nicht demokratisch“, so der Jurist: „Der Kern der Partei ist der Menschenhass.“ Und Michel Friedman prangerte die „fehlende Empathie“ vieler Menschen an, die sehen, dass Polizeischutz vor jüdischen Institutionen notwendig sei, sich aber nicht vorstellen könnten, wie es wäre, wenn die Polizei vor Kirchen stehen würde. Mehr Engagement wünscht er sich: „Nicht mitmachen wird auf jeden Fall nichts bringen.“
Eine Woche nach dem Polittalk präsentierte der Politologe Arye Sharuz Shalicar sein Buch „Der neu-deutsche Antisemit. Gehören Juden heute zu Deutschland? Eine persönliche Analyse“ (Hentrich & Hentrich) im Jüdischen Gemeindezentrum in München. Der Sohn persisch-jüdischer Eltern ist als Mitarbeiter der israelischen Regierung im Ministerium für Nachrichtendienst tätig. Antisemitismus sei in Deutschland nicht selten getarnt als „Israelkritik“, betonte er und kritisierte die „Anti-Anti-Israel-Berichte“ in den deutschen Medien. 
„Neu-deutsche Antisemiten“ lassen auf seiner Facebook-Seite ihren negativen Gedanken über Juden freien Lauf, wie der gebürtige Göttinger bei der Buchpräsentation erläuterte: „Es sind Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund, Menschen aus dem rechten und aus dem linken Lager.“ Was ihn aufbaue, seien hingegen positive Bemerkungen à la „Danke, mach weiter so.“
„Als ich 13 Jahre alt war, habe ich erfahren, was es bedeutet jüdisch zu sein“, erzählte Arye Sharuz Shalicar. In der Schule in Berlin-Wedding hatte er einen guten Freund, dessen Eltern Inder waren und der in Deutschland geboren war. Als der Junge erfuhr, dass Arye Jude ist, kündigte er ihm die Freundschaft. Arye Sharuz Shalicar: „Es gibt Momente, die begleiten einen ein Leben lang.“  Aleksandra Majzlic


 

 

Monacensia
BERICHT
LITERATUR







Seher des Zukünftigen

100 Jahre Novemberrevolution in Bayern: Die Münchner Ausstellung „Dichtung ist Revolution. Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam, Ernst Toller“ der Monacensia im Hildebrandhaus beleuchtet das revolutionäre Schaffen der vier Schriftsteller und das Verhältnis von Literatur und Politik. 

„Ein Dichter ist kein Phantast, sondern ein Dichter ist der Seher des Zukünftigen“, schrieb Kurt Eisner 1913. Drei Jahre zuvor war der gebürtige Berliner und Sohn aus gutbürgerlichem Hause nach München gekommen. Ziele des Journalisten waren die „Revolutionierung der Köpfe“ und die Hinwendung der Menschen zu Sozialismus und Demokratie. 
Die vier wichtigen politischen Akteure „glaubten mit dem dichterischen Wort den gesellschaftlichen Wandel anzustoßen“, sagte die Kuratorin Laura Mokrohs beim Presserundgang. Denn: „Die Konsequenz der Dichtung ist Revolution...“, so Gustav Landauer 1916. Auch wenn sich die vier Männer nicht immer einig waren – ihre gegenrevolutionären Kontrahenten betrachteten die vier Revolutionäre allesamt als „landfremde Elemente“, wie Laura Mokrohs erläuterte: „Ihre jüdische Herkunft wurde für antisemitische Hetze instrumentalisiert.“
Die sehr anschaulich gestaltete und höchst informative Ausstellung präsentiert unter anderem die umfangreiche Flugblattsammlung der Monacensia sowie Tage- und Notizbücher, Briefe sowie ein privates Fotoalbum. Orientierung für die Besucher bieten ein in der Schau erhältliches kostenloses „Kleines Wörterbuch der Revolution“ – mit Erläuterungen von A wie Agitation bis Z wie Zensur – sowie ein Zeitstrahl mit Informationen zu historischen Ereignissen.
In der Nacht zum 8. November 1918 rief Kurt Eisner in München den Freistaat Bayern aus und wurde erster Bayerischer Ministerpräsident. Die Demokratie, das Frauenwahlrecht und der Achtstundentag gehörten zu den Errungenschaften der unblutigen Revolution. Eisner wollte die neu gebildeten Arbeiter- und Soldatenräte in seiner Regierung neben dem Parlament verankern und die Bevölkerung so an der Regierung beteiligen: „Demokratie heißt nicht die Anerkennung des Unverstandes der Massen, sondern Demokratie heißt der Glaube an die Möglichkeit der Vernunft der Massen“, verkündete er in seiner Rede im provisorischen Nationalrat am 17. Dezember 1918.
Am 21. Februar 1919 wurde Kurt Eisner erschossen. Das Motiv des Attentäters Anton Graf von Arco auf Valley: „Ich hasse die Juden.“ In der Gedächtnisrede für Kurt Eisner am 16. März 1919 sagte Heinrich Mann: „Die hundert Tage der Regierung Eisners haben mehr Ideen, mehr Freuden der Vernunft, mehr Belebung der Geister gebracht, als die fünfzig Jahre vorher. Sein Glaube war die Kraft des Gedankens, sich in Wirklichkeit zu verwandeln, ergriff selbst Ungläubige.“
Gustav Landauer wurde 1919 von Soldaten umgebracht, Erich Mühsam und Ernst Toller wurden zu langen Haftstrafen verurteilt. Im Gefängnis schrieb Erich Mühsam in sein Tagebuch: „Ich glaube an das Glück der Menschheit durch die Revolution.“
Nach ihrer Entlassung verließen Mühsam und Toller Bayern. Mühsam wurde 1934 von den Nazis im Konzentrationslager ermordet. Toller wurde während der NS-Zeit ausgebürgert und nahm sich im Exil in New York 1939 das Leben. Vier Jahre zuvor hatte er in „Meine Biographie“ geschrieben: „Ein revolutionärer Schriftsteller hat nicht das Recht, in einem Elfenbeinturm zu leben. Er muss an den Kämpfen unserer Epoche teilnehmen, er muss diese Kämpfe künstlerisch formen und ihnen zur Darstellung verhelfen.“ Aleksandra Majzlic


9. November 2018 bis 30. Juni 2019, www.muenchner-stadtbibliothek.de/monacensia


 

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Michael Sadler

INTERVIEW mit Michael Sadler von Saga




„In der Musikbranche geht es nur noch um Geld und Ruhm “



Interview: Aleksandra Majzlic


Bei der Rock Meets Classic Tour 2018 wartete der Saga-Sänger Michael Sadler unter anderem mit den Hits „Wind Him Up“ und „On The Loose“ auf.
Im Gespräch erzählt er, wie er einst einen Fan in einem Plattenladen verfolgte, wie es ihm mit musikalischen Mitteln gelang, einen Mann aus dem Koma zu holen, und welche Folgen die fehlende „Menschlichkeit“ im Musikbusiness nach sich zieht.

Im zweiten Teil lesen Sie, welcher der schrecklichste Moment in seinem Leben war, was er über Kids in Talentshows denkt und was Ruhm für ihn bedeutet. >>>

 

 

Supertramp

BERICHT
KONZERT



Britische Weißwurst-Fraktion

Von Aleksandra Majzlic


Bei Rock Meets Classic 2018 in der Münchner Olympiahalle befeuern Status-Quo-Frontmann Francis Rossi, Saga-Sänger Michael Sadler, John Helliwell und Jesse Siebenberg von Supertramp sowie diverse Mitstreiter die Energie der Fans. Francis Rossi zeigt, dass er auf Fitness abfährt und John Helliwell bekennt seine Vorliebe für Kräftig-Deftiges am Morgen. 


Hier lesen Sie den Konzert-Bericht. >>>

 

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Hannes Jaenicke

INTERVIEW mit Hannes Jaenicke



„Auf meiner Facebook-Seite wird gelegentlich gehetzt, aber das ist völlig okay“


„Wir sind das einzige Land der Welt, in dem Gutmensch ein Schimpfwort ist“, sagt der als Gutmensch titulierte Schauspieler und Umweltaktivist im Gespräch. Zudem verrät er, von wem er Hass-Post bekam, welche „unfassbar feigen Menschen“ sich nicht vor seine Kamera wagten und wer anfällig ist für die „Nörgel- und Kritiksucht“. 

 

 

 Interview: Aleksandra Majzlic 



Hannes Jaenicke fordert im Interview ein Wildtierverbot im Zirkus, spricht über die letzte Hoffnung auf Nachkommen für die letzten drei Vertreter des Nördlichen Breitmaul-Nashorns und kündigt seine nächste Doku an, in der es um den „Schweinkram“ hierzulande geht. >>>

 

 

 

 

 

 

Bille August

INTERVIEW mit Bille August

 


„Das Leben ist fast ein Wunder“


Ob er Angst vor dem Sterben hat und an ein Weiterleben nach dem Tod glaubt und welchen Schmerz ihm einst sein Vater zufügte, das erzählt der angesehene Regisseur („Silent Heart – Mein Leben gehört mir“) im Gespräch.

 

Interview: Aleksandra Majzlic

 

Im zweiten Teil erfahren Sie, inwiefern Bille August ein „reicher Mann“ ist, welche Belohnung er sich nach der Arbeit am Set wünscht und welche Filme er sich privat niemals anschaut. >>>

 

 

 

 

 

 

Katrin Sass

INTERVIEW mit Katrin Sass





„Ich habe keine Angst,
in Fettnäpfchen zu treten“


Warum sie in der DDR von adidas-Klamotten lieber die Finger ließ, wie sie nun in die „Schublade von Klaus Kinski“ geriet und worauf sie am Set keine Lust mehr hat, das verrät die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin („Good Bye Lenin!, „Weissensee“) im Gespräch.

 Interview: Aleksandra Majzlic 

 

Im zweiten Teil lesen Sie, wozu Katrin Sass 1989 der Mut fehlte, was sie heute „gruselig“ findet und was nach ihrem Ausraster in der TV-Sendung von Markus Lanz passierte. Zudem erfahren Sie, warum das Konzert von Katrin Sass in der Berliner Bar jeder Vernunft 2015 „supermegaspitzenklasse“ war. >>>