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Comics

BERICHT und GEWINNSPIEL
AUSSTELLUNG




Jüdisches Leben im Comic

 


Zur Eröffnung der Comic-Ausstellung „Jewy Louis auf  Rollen“ im Jüdischen Gemeindezentrum am Jakobsplatz kam der Künstler Ben Gershon. Der Holländer erzählte von der Geburt seines Protagonisten und von seinem Comic-Workshop mit Schülerinnen und Schülern des Jüdischen Gymnasiums.

Er ist bereit für München – mit seiner Krachledernen nebst Trachtenhut. Jewy Louis zeigt humorvolle Situationen aus dem jüdischen Leben in einer nicht-jüdischen Mehrheitsgesellschaft.
Jewy Louis ist ein Single, der seine jüdische Mutter erst glücklich machen wird, wenn er ihr endlich eine Schwiegertochter beschert. An den Rabbiner wendet er sich, wenn es gilt, die großen Fragen des Lebens zu klären.
Jewy Louis ist dem deutschsprachigen Publikum ein Begriff – durch seine wöchentlichen Auftritte in der „Jüdischen Allgemeinen“ und im Schweizer Wochenmagazin „Tachles“ sowie durch Ausstellungen quer durch Europa.
Den ersten Jewy Louis (obwohl er damals noch nicht so hieß) zeichnete sein Schöpfer Gershon im Alter von 12 Jahren für die Tochter einer befreundeten Familie. Damals konnte Ben schon auf eine lange Künstlerkarriere zurückblicken: Zierte er doch schon im Alter von eineinhalb Jahren die Tapete seines Kinderzimmers mit Kunstwerken.
Als Gershon für die Vernissage im Jüdischen Gemeindezentrum nach München kam, gab er auch einen Comic-Workshop für Schüler und Schülerinnen des Jüdischen Gymnasiums. Einige der dort entstandenen Zeichnungen sind ebenfalls in der Schau zu sehen.
In der Ausstellung werden Gershons Comics zu den Jüdischen Feiertagen gezeigt, aber auch zu aktuellen Themen wie dem Antisemitismus. Zudem geht es um interkulturelle Konflikte und menschliche Schwächen. Ausführliche Informationen zu den Feiertagen etc. ergänzen die Comics.  A.M.

Ausstellungslaufzeit bis 10. April 2019. Besichtigung nach Voranmeldung: Montag bis Donnerstag, 15 bis 19 Uhr. Nähere Informationen: www.ikg-m.de
Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München in Kooperation mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland.


GEWINNSPIEL
BUCH „Schalömchen. Witzige koschere Comics“ von Ben Gershon (Ariella Verlag) zu gewinnen – mit gezeichneter Signatur des Künstlers im Buch. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 19. Mai 2019 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.

„Es ist erlaubt, dieses Buch an Schabbat zu lesen“, dieser wichtige Hinweis steht gleich auf der ersten Seite. Neben den jüdischen Feiertagen geht es in den tollen Comics beispielsweise um den Valentinstag. So versteht die Flamme von Jewy Louis nicht, warum ihr Verehrer nicht sie küsst, sondern lieber die Mesusa, Das ist eine an der Haustür angebrachte Schriftrolle mit Gebetsspruch, wie der Leser im nützlichen Glossar erfährt. Dort sind auch weitere jüdische Begriffe erklärt. Und Gershon hat auch koschere Tiere gezeichnet. Dabei geht er der Frage auf den Grund, ob Katzen jüdisch sein können. Die faule Mieze gibt gleich selbst die Antwort: „Aber nur einen Ruhetag pro Woche? Unmöglich.“

 


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Ballon
GEWINNSPIEL
DVD „Ballon“ (Studiocanal / Home Entertainment, erschienen am 14. März 2019) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 19. Mai 2019 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.

Michael Bully Herbig sorgt mit seinem Nervenfetzer „Ballon“ für Hubschrauber im Bauch der Zuschauer. Der Thriller erzählt, wie die Familien Wetzel und Strelszyk im Sommer 1979 mit einem Heißluftballon aus der DDR flüchteten.
Es eilt. Nach dem Scheitern des ersten Fluchtversuchs der Strelzyks sucht die Stasi fieberhaft nach Ballon-Bastlern. Als der Wind günstig steht, wagen die Ehepaare Wetzel (David Kross und Alicia von Rittberg) und Strelzyk (Friedrich Mücke und Karoline Schuch) mit insgesamt vier Kindern die Republikflucht hoch über den Wolken. Nur knapp entkommen sie den Hubschraubern mit Stasibesatzung – und landen im gelobten Westen.
Emotionale Höhenflüge und Magenkribbeln garantiert der von der ersten bis zu letzten Sekunde spannungsgeballte Film. Das Drehbuch schrieben Kit Hopkins, Thilo Röscheisen und Michael Bully Herbig in enger Abstimmung mit den Familien Wetzel und Strelzyk. In den tollen Extras sehen die Fans unter anderem Interviews mit Bully, dem Zeitzeugen Günter Wetzel und den Darstellern sowie einen Hintergrundbericht zu den Dreharbeiten. 

 

 

Adelsgut
GEWINNSPIEL
BUCH „Das Adelsgut“ von Iwan Turgenjew (Manesse Verlag) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 19. Mai 2019 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.

Emotionale Irrungen und Wirrungen aus der Feder des bedeutendsten Vertreters des russischen Realismus: Nach einer gescheiterten Ehe, verliebt sich der in seine Heimat zurückgekehrte Gutsbesitzer Fjodor Lawrezki wieder – gegen seinen Willen. Die Beziehung zu Lisa ist von Anfang an überschattet. Sieht ihre Mutter doch eine bessere Partie für die junge Frau vor.
Im Kern eine zarte Liebesgeschichte, skizziert der Roman ein lebendiges Bild der russischen Gesellschaft Mitte des 19. Jahrhunderts, die um ihr Verhältnis zu Europa ringt. Die Neuübersetzung von Turgenjews erzählerischem Hauptwerk erschien 1818 – anlässlich des 100. Geburtstages des großen russischen Schriftstellers. Das Nachwort stammt von Michail Schischkin, einem der meistgefeierten russischen Autoren der Gegenwart.





Deutsches Haus
GEWINNSPIEL
BUCH „Deutsches Haus“ von Annette Hess (Ullstein Verlag) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 19. Mai 2019 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.

Beim ersten Auschwitz-Prozess 1963 in Frankfurt soll die Dolmetscherin Eva die Zeugenaussagen übersetzen. Ihr zukünftiger Verlobter ist dagegen, dass sie den Auftrag annimmt – ebenso ihre Eltern. Eva hat noch nie etwas von Auschwitz gehört, dennoch widersetzt sie sich ihrer Familie und nimmt die Herausforderung an. Was sie nicht wissen kann: Der Jahrhundertprozess wird nicht nur die Bundesrepublik, sondern auch ihr Leben entscheidend prägen. –  Furios geschriebener Roman von der Erfinderin und Autorin der TV-Erfolgsserien „Weissensee“ und „Ku'damm 56 / 59“.

 

 

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KONZERT
Münchener Kammerorchester
Vorwiegend heiter 18/19 –
7. Abonnementkonzert
Samstag, 4. Mai 2019, 18 Uhr Prinzregententheater
Alexander Lonquich, Klavier
Daniel Giglberger, Konzertmeister


Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73
Einen bedeutenden Werkkomplex an einem langen Abend komplett zu überblicken, die Konsequenz der kompositorischen Entwicklung zu erkennen und immer wieder andere Lösungen der gleichen Aufgabe: Dies gehört zu den schönsten und befriedigendsten Musikerlebnissen überhaupt. Deshalb findet das Abonnementkonzert ausnahmsweise an einem Samstag statt. Alexander Lonquich hat die Werke mit dem MKO mehrfach bei Gastspielen aufgeführt. Der seit langem in Italien lebende Deutsche ist einer der großen Beethoven-Interpreten unserer Tage und seit vielen Jahren einer der Lieblingspartner des Orchesters. Die Werke erklingen in der Chronologie ihres Entstehens in zwei Blöcken. Die Konzerteinführung (Anselm Cybinski im Gespräch mit Alexander Lonquich) findet um 17 Uhr im Gartensaal des Prinzregententheaters statt.


 

 

 

Koepplinger ANKÜNDIGUNG
VERANSTALTUNGEN
Gärtnerplatztheater
Giacomo Puccinis Oper „La Bohème“ feiert am 28. März 2019 Premiere im Gärtnerplatztheater. Die musikalische Leitung hat Chefdirigent Anthony Bramall, Regie führt Bernd Mottl. Liebe, Eifersucht und ganz große Gefühle sind die Zutaten, mit denen Puccini sein Publikum seit jeher zu Tränen rührt.

Am 1. März 2019 startete die neue Reihe „Sinfonische Lyrik“ mit Hector Berlioz’ rauschhafter „Symphonie Fantastique“ und lyrischen Texten von Hector Berlioz, Théophile Gautier, Victor Hugo u.a. Unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Anthony Bramall präsentiert das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz gemeinsam mit der Schauspielerin Julia Stemberger ein sinnlich-spannendes Gesamtkunstwerk.

 

 

 

 

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Anne-Sophie Mutter ANKÜNDIGUNG
KONZERT






„Heroische Musik aus einer fernen Galaxie“

 

 

Seit mehr als vierzig Jahren verzaubert Anne-Sophie Mutter ihre Fans in diversen heiligen Hallen mit Königinnenklängen. Am 14. September 2019 wird die Meisterviolinistin erstmals in einem Open-Air-Konzert zu erleben sein. Auf dem Königsplatz – unter sicherlich leuchtendem Sternenhimmel  –  wird sie unter dem Titel „Across the Stars“ Werke des Filmmusikkomponisten John Williams präsentieren.


1978 entdeckte Anne-Sophie Mutter den Komponisten John Williams für sich – als sie im Kino „Star Wars“ sah. Diese „heroische Musik aus einer fernen Galaxie“ nahm sie gefangen, wie sie bei der Pressekonferenz in München schwärmte. Mittlerweile verbindet sie eine langjährige Freundschaft mit dem mehrfachen Oscar-Preisträger. „Er ist bescheiden und introvertiert“, erzählte sie. Auch ihre Kinder zählen zu den Fans des Schöpfers vielfach Oscar- und Grammy-gekrönter Melodien.
Ein „Jugendtraum“ erfüllt sich nun für die bedeutendste Geigerin unserer Zeit, da der Großteil der Williams-Werke, die sie in München aufführen wird, spezielle Arrangements für sie sind. Basis des Konzertes wird die CD „Across the Stars“ (Deutsche Grammophon) sein, die 2019 erscheinen wird. Zum Programm werden Stück aus „Star Wars“, „Schindlers Liste“, „Die Geisha“, „Harry Potter“, „Dracula“ und „München“ gehören. Diese Musik wolle sie „einem neuen Publikum ans Herz legen“, kündigte Anne-Sophie Mutter an. Das renommierte Royal Philharmonic Orchestra aus London unter der Leitung von David Newman wird die mehrfach preisgekrönte Virtuosin begleiten.
Für viele Kinobesucher sei die Filmmusik heute nicht mehr so bedeutend, so der Eindruck von Anne-Sophie Mutter. Gleichzeitig freue sie sich, dass die Begeisterung für Live-Filmmusik zunehme.
Für den DEAG-Vorstandsvorsitzenden Prof. Peter Schwenkow wird mit dem Auftritt der „Königin der Geige“ ein „Traum wahr“, wie er bei der Pressekonferenz betonte. Auf die Frage, ob John Williams höchstselbst zum Königsplatz kommen wird, sagte Schwenkow: „Er reist nicht gerne. Aber Wunder gibt es immer. Und wer erliegt nicht dem Charme von Frau Mutter?“
Aleksandra Majzlic

Anne-Sophie Mutter, „Across the Stars“, Open Air, 14. September 2019, München-Königsplatz, Konzertbeginn: 19.30 Uhr. Der Vorverkauf für das Konzert läuft bereits. 



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Bonnie Tyler  

INTERVIEW mit Bonnie Tyler



„Meine Stimme ist viel kräftiger, als sie es jemals war“

Interview: Aleksandra Majzlic


Ihr 50. Bühnenjubiläum 2019 feiert Bonnie Tyler („Total Eclipse Of The Heart“) mit einer Tour (Start: 28. April 2019, Münchner Circus Krone) sowie mit ihrer CD „Between The Earth And The Stars“ (erscheint am 22. März 2019, earMUSIC). Im Gespräch erzählt sie, wer sie inspirierte, mit wem sie gerne ein Duett singen würde und welches das glücklichste Ereignis ihres Lebens war.

ML: Sie sind mit Opernarien im Ohr aufgewachsen. Wie war das für Sie? 
Bonnie Tyler: Fantastisch, meine Mutter liebte Opern sehr, und sie hatte eine so wunderbare Stimme. Sie wäre viel zu schüchtern gewesen, um auf einer Bühne zu stehen, aber sie sang immer Arien, während sie die Hausarbeit machte. Und Leute standen immer vor unserem Haus und hörten ihr dabei zu. 

ML: Haben sich alle Ihre Träume bereits erfüllt? 
Bonnie Tyler: Ich denke schon. Als ich ein Mädchen war, habe ich mir alles Mögliche gewünscht, wenn ich eine Münze in einen Brunnen geworfen habe.

ML: Sind Sie abergläubisch?
Bonnie Tyler: Ja, ein wenig schon. Mir wurde als Kind immer gesagt, wenn eine schwarze Katze vor Deinen Augen vorüberläuft, bringt das Glück.

ML: Gab es einen Augenblick in Ihrem Leben, der alles veränderte? 
Bonnie Tyler: Ich hatte sehr viel Glück in den Siebzigern, als ich dem Talentscout Roger Bell aus London auffiel. Zu dieser Zeit hatte ich bereits sieben Jahre lang in einem Club in Swansea gesungen. Er kam dorthin, um sich einen Sänger anzuhören. Auf dem Weg ins Obergeschoss zum Auftritt des Sängers kam er an meiner Bühne vorbei und hörte mich singen. Er flog zurück nach London und erzählte einem Songwriter von mir und dann wurde ich nach London eingeladen, um ein paar Demobänder aufzunehmen. Das war das glücklichste Ereignis meines Lebens.

ML: Sie haben „The Best“ zwei Jahre früher aufgenommen als Tina Turner … 
Bonnie Tyler: Ja, das stimmt. Aber ich muss sagen, die Version von Tina Turner ist viel besser als meine. Sie ist eine großartige Sängerin, die mich inspirierte und die ich auch schon mehrmals traf.

ML: Ab März 2019 läuft ein Musical über Tina Turner in Hamburg. Was würden Sie von einem Musical über Bonny Tyler halten?
Bonnie Tyler: Ich glaube nicht, dass es das geben wird. Aber wow, das wäre natürlich schon was! Das wäre sicherlich ein Spaß. (lacht) Übrigens wurde mir angeboten, dass ich eine Autobiografie schreiben soll, aber daran habe ich überhaupt kein Interesse.

ML: Wie beurteilen Sie Ihre bisherige Karriere?
Bonnie Tyler: Sie war von Höhen und Tiefen geprägt. Aber das hat mich nie davon abgehalten zu arbeiten. Als ich nicht in den Charts vertreten war, hat mich das nicht gestört.
Ich startete nicht im Musikbusiness, um berühmt zu werden, sondern einfach um eine Rocksängerin zu sein. Und ich werde mich nicht zur Ruhe setzen, ich werde Shows machen, bis ich nicht mehr singen kann. Vor jeder Show telefoniere ich mit meinem Stimmtrainer. Meine Stimme ist viel kräftiger als sie es jemals war. Ich liebe, was ich tue – das ist mein Erfolgsgeheimnis. Ich müsste nicht arbeiten, aber ich mache es, weil ich es so liebe. Und ich habe das Glück, einige der größten Evergreens zu haben. Ich werde nie müde „Total Eclipse Of The Heart“, „It's A Heartache“ und „Holding Out For A Hero“ zu singen. In den Siebzigern und Achtzigern habe ich jeden Tag 36.000 Tonträger verkauft, manchmal waren es sogar mehr als 50.000, an einem Tag verkaufte ich allein 52.000 Tonträger von „Total Eclipse Of The Heart“, das war wirklich unglaublich.

ML: Was macht Ihrer Meinung nach einen Song erfolgreich? 
Bonnie Tyler:
Wenn ich singe, versuche ich das Gefühl, das in den Worten steckt zu transportieren. Ich denke, „Between The Earth And The Stars“ ist das beste Album, das ich je gemacht habe. Es sind nur neue Songs darauf – und die hauen einen einfach um. 

ML: Auf Ihrem 17. Studioalbum „Between The Earth And The Stars“ präsentieren Sie drei Duette: mit Francis Rossi von Status Quo („Someone's Rockin' Your Heart“), Rod Stewart („Battle Of The Sexes“) und Cliff Richard („Taking Control“). Gibt es weitere Duett-Wunschpartner?
Bonnie Tyler: Bryan Adams und Tom Jones.

ML: Mögen Sie es, wenn Sie von Fans angesprochen werden?
Bonnie Tyler: Sagen wir mal so: Es stört mich nicht. Aber wenn ich beispielsweise im Restaurant sitze, den Mund voll habe und dann Leute fragen „Können wir ein Selfie machen?“, dann erwidere ich schon: „Könnt Ihr vielleicht warten, bis ich mit dem Essen fertig bin?“ (lacht)

ML: Würden Sie sich als eitel bezeichnen?
Bonnie Tyler: Oh ja, das bin ich wahrscheinlich. Meine Mutter war sehr hübsch ohne Make-up. Aber ich gehe nie ungeschminkt auf die Straße. Das war auch schon so, bevor ich bekannt wurde. Ich versuche einfach so gut wie möglich auszusehen. Und das Schminken gehört einfach zu meinem Start in den Tag: Ich dusche, ziehe mich an, trage Make-up auf – und dann bin ich „ready for the World“.

 

 

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Thomas Mann Aufnahme

BERICHT
FILM




„Geschaute Erzählungen“

 

 

 


Bei den 10. Jüdischen Filmtagen im Jüdischen Gemeindezentrum in München erfuhr das Publikum, was Thomas Mann 1929 am Tonfilm begeisterte, wer Itzhak Perlman am meisten bewundert und wie Ruth Bader Ginsburg zur berühmten US-Richterin avancierte. 

Er ging gerne ins Filmtheater Sendlinger Tor; das Kino war für Thomas Mann eine „Lebensschau“, Filme würdigte er als „geschaute Erzählungen“. Als einer der ersten Schriftsteller trat der gebürtige Lübecker 1929 in einem Tonfilm auf – mit dem Titel „Worte zum Gedächtnis Lessings“. Über Lessing redet er aber nur am Rande, er schwärmt lieber vom „fantastischen“ Tonfilm, der die Möglichkeit offenbare, „zu einem zukünftigen Publikum in die Zukunft hinein“ zu sprechen. „Die Situation ist neu und reizvoll“, konstatiert er.
Es existieren zwei Tonfilmaufnahmen, aber nur eine vollständige, die im Jüdischen Gemeindezentrum gezeigt wurde – ergänzt durch die kenntnisreichen und humorvollen Erläuterungen von Dr. Dirk Heißerer, Vorsitzender des Thomas-Mann-Forums München.
Ebenso wie diese Filmrarität begeisterte die Zuschauer im Jüdischen Gemeindezentrum der Dokumentarfilm „Itzhak Perlman – Ein Leben für die Musik“ (Regie: Alison Chernick, 2018) – eine Hommage an den weltberühmten Violinvirtuosen. Der Film gewährt berührende Einblicke in das Privatleben des genialen Geigers und zeigt die liebevolle Beziehung zu seiner Frau Toby, mit der Perlman seit mehr als 50 Jahren verheiratet ist. Als Kind erkrankte der gebürtige Israeli an Polio und hatte anfangs Probleme – bis ihn die Academy of Music in Jaffa 1954 doch aufnahm. 1958 zog er in die USA, um an der renommierten Juillard School in New York zu studieren.
Als eine von wenigen Frauen studierte Ruth Bader Ginsburg Jura an der Elite-Universität Harvard. Der beeindruckende und mit brillanten Schauspielern besetzte Film „Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit“ (Regie: Mimi Leder) verfolgt den hürdenreichen Weg der Professorin Ginsburg (Felicity Jones) in die Gerichtsäle. Kämpferisch an ihrer Seite: Gatte und Spitzenanwalt Marty Ginsburg. Ruth Bader Ginsburg ist die älteste Juristin am neunköpfigen Supreme Court. Und wenn sie die Präsidentschaft von Donald Trump gesundheitlich überstanden hat, ist ihr Lebenswerk vollendet.
Im Rahmen der Jüdischen Filmtage wurde das Biopic über die legendäre US-Juristin im Filmtheater Sendlinger Tor präsentiert  – vor dem deutschen Kinostart am 7. März 2019. Im anschließenden Podiumsgespräch betonte Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes: „Von Gleichberechtigung haben nicht nur Frauen etwas, deshalb wollen wir die Männer im Boot haben“. Und die Anwältin Stacy van Hooven erzählte von einem Vorstellungsgespräch in einer Münchner Kanzlei, in dem sie gefragt wurde, ob sie ein „Hobby“ suche.

Um die Möglichkeit, wie man die Erinnerung von Zeitzeugen auch künftig bewahren kann, ging es in der Podiumsdiskussion im NS-Dokumentationszentrum zum Dokumentarfilm „116 Cameras“, der die digitale Darstellung von Holocaust-Überlebenden wie Eva Schloss thematisiert. Michaela Melián, Professorin an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, möchte auch ältere Interviews zugänglich machen, denn: „Da ist die Wut der Zeitzeugen spürbar.“ Jedes Gespräch ist ein „unermesslicher Schatz“, betonte Armand Presser, Berater für das BR-Projekt „Die Quellen sprechen“ und fügte hinzu: „Ich weiß nicht, warum wir von zehn Jahren sprechen, in denen wir  Zeitzeugenstimmen einfangen können – wir haben dafür vielleicht nur noch 1000 Tage.“ A.M.

 

 

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Monacensia
BERICHT
LITERATUR







Seher des Zukünftigen

100 Jahre Novemberrevolution in Bayern: Die Münchner Ausstellung „Dichtung ist Revolution. Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam, Ernst Toller“ der Monacensia im Hildebrandhaus beleuchtet das revolutionäre Schaffen der vier Schriftsteller und das Verhältnis von Literatur und Politik. 

„Ein Dichter ist kein Phantast, sondern ein Dichter ist der Seher des Zukünftigen“, schrieb Kurt Eisner 1913. Drei Jahre zuvor war der gebürtige Berliner und Sohn aus gutbürgerlichem Hause nach München gekommen. Ziele des Journalisten waren die „Revolutionierung der Köpfe“ und die Hinwendung der Menschen zu Sozialismus und Demokratie. 
Die vier wichtigen politischen Akteure „glaubten mit dem dichterischen Wort den gesellschaftlichen Wandel anzustoßen“, sagte die Kuratorin Laura Mokrohs beim Presserundgang. Denn: „Die Konsequenz der Dichtung ist Revolution...“, so Gustav Landauer 1916. Auch wenn sich die vier Männer nicht immer einig waren – ihre gegenrevolutionären Kontrahenten betrachteten die vier Revolutionäre allesamt als „landfremde Elemente“, wie Laura Mokrohs erläuterte: „Ihre jüdische Herkunft wurde für antisemitische Hetze instrumentalisiert.“
Die sehr anschaulich gestaltete und höchst informative Ausstellung präsentiert unter anderem die umfangreiche Flugblattsammlung der Monacensia sowie Tage- und Notizbücher, Briefe sowie ein privates Fotoalbum. Orientierung für die Besucher bieten ein in der Schau erhältliches kostenloses „Kleines Wörterbuch der Revolution“ – mit Erläuterungen von A wie Agitation bis Z wie Zensur – sowie ein Zeitstrahl mit Informationen zu historischen Ereignissen.
In der Nacht zum 8. November 1918 rief Kurt Eisner in München den Freistaat Bayern aus und wurde erster Bayerischer Ministerpräsident. Die Demokratie, das Frauenwahlrecht und der Achtstundentag gehörten zu den Errungenschaften der unblutigen Revolution. Eisner wollte die neu gebildeten Arbeiter- und Soldatenräte in seiner Regierung neben dem Parlament verankern und die Bevölkerung so an der Regierung beteiligen: „Demokratie heißt nicht die Anerkennung des Unverstandes der Massen, sondern Demokratie heißt der Glaube an die Möglichkeit der Vernunft der Massen“, verkündete er in seiner Rede im provisorischen Nationalrat am 17. Dezember 1918.
Am 21. Februar 1919 wurde Kurt Eisner erschossen. Das Motiv des Attentäters Anton Graf von Arco auf Valley: „Ich hasse die Juden.“ In der Gedächtnisrede für Kurt Eisner am 16. März 1919 sagte Heinrich Mann: „Die hundert Tage der Regierung Eisners haben mehr Ideen, mehr Freuden der Vernunft, mehr Belebung der Geister gebracht, als die fünfzig Jahre vorher. Sein Glaube war die Kraft des Gedankens, sich in Wirklichkeit zu verwandeln, ergriff selbst Ungläubige.“
Gustav Landauer wurde 1919 von Soldaten umgebracht, Erich Mühsam und Ernst Toller wurden zu langen Haftstrafen verurteilt. Im Gefängnis schrieb Erich Mühsam in sein Tagebuch: „Ich glaube an das Glück der Menschheit durch die Revolution.“
Nach ihrer Entlassung verließen Mühsam und Toller Bayern. Mühsam wurde 1934 von den Nazis im Konzentrationslager ermordet. Toller wurde während der NS-Zeit ausgebürgert und nahm sich im Exil in New York 1939 das Leben. Vier Jahre zuvor hatte er in „Meine Biographie“ geschrieben: „Ein revolutionärer Schriftsteller hat nicht das Recht, in einem Elfenbeinturm zu leben. Er muss an den Kämpfen unserer Epoche teilnehmen, er muss diese Kämpfe künstlerisch formen und ihnen zur Darstellung verhelfen.“ Aleksandra Majzlic


9. November 2018 bis 30. Juni 2019, www.muenchner-stadtbibliothek.de/monacensia


 

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Michael Sadler

INTERVIEW mit Michael Sadler von Saga




„In der Musikbranche geht es nur noch um Geld und Ruhm “



Interview: Aleksandra Majzlic


Bei der Rock Meets Classic Tour 2018 wartete der Saga-Sänger Michael Sadler unter anderem mit den Hits „Wind Him Up“ und „On The Loose“ auf.
Im Gespräch erzählt er, wie er einst einen Fan in einem Plattenladen verfolgte, wie es ihm mit musikalischen Mitteln gelang, einen Mann aus dem Koma zu holen, und welche Folgen die fehlende „Menschlichkeit“ im Musikbusiness nach sich zieht.

Im zweiten Teil lesen Sie, welcher der schrecklichste Moment in seinem Leben war, was er über Kids in Talentshows denkt und was Ruhm für ihn bedeutet. >>>

 

 

Supertramp

BERICHT
KONZERT



Britische Weißwurst-Fraktion

Von Aleksandra Majzlic


Bei Rock Meets Classic 2018 in der Münchner Olympiahalle befeuern Status-Quo-Frontmann Francis Rossi, Saga-Sänger Michael Sadler, John Helliwell und Jesse Siebenberg von Supertramp sowie diverse Mitstreiter die Energie der Fans. Francis Rossi zeigt, dass er auf Fitness abfährt und John Helliwell bekennt seine Vorliebe für Kräftig-Deftiges am Morgen. 


Hier lesen Sie den Konzert-Bericht. >>>

 

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Hannes Jaenicke

INTERVIEW mit Hannes Jaenicke



„Auf meiner Facebook-Seite wird gelegentlich gehetzt, aber das ist völlig okay“


„Wir sind das einzige Land der Welt, in dem Gutmensch ein Schimpfwort ist“, sagt der als Gutmensch titulierte Schauspieler und Umweltaktivist im Gespräch. Zudem verrät er, von wem er Hass-Post bekam, welche „unfassbar feigen Menschen“ sich nicht vor seine Kamera wagten und wer anfällig ist für die „Nörgel- und Kritiksucht“. 

 

 

 Interview: Aleksandra Majzlic 



Hannes Jaenicke fordert im Interview ein Wildtierverbot im Zirkus, spricht über die letzte Hoffnung auf Nachkommen für die letzten drei Vertreter des Nördlichen Breitmaul-Nashorns und kündigt seine nächste Doku an, in der es um den „Schweinkram“ hierzulande geht. >>>

 

 

 

 

 

 

Bille August

INTERVIEW mit Bille August

 


„Das Leben ist fast ein Wunder“


Ob er Angst vor dem Sterben hat und an ein Weiterleben nach dem Tod glaubt und welchen Schmerz ihm einst sein Vater zufügte, das erzählt der angesehene Regisseur („Silent Heart – Mein Leben gehört mir“) im Gespräch.

 

Interview: Aleksandra Majzlic

 

Im zweiten Teil erfahren Sie, inwiefern Bille August ein „reicher Mann“ ist, welche Belohnung er sich nach der Arbeit am Set wünscht und welche Filme er sich privat niemals anschaut. >>>

 

 

 

 

 

 

Katrin Sass

INTERVIEW mit Katrin Sass





„Ich habe keine Angst,
in Fettnäpfchen zu treten“


Warum sie in der DDR von adidas-Klamotten lieber die Finger ließ, wie sie nun in die „Schublade von Klaus Kinski“ geriet und worauf sie am Set keine Lust mehr hat, das verrät die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin („Good Bye Lenin!, „Weissensee“) im Gespräch.

 Interview: Aleksandra Majzlic 

 

Im zweiten Teil lesen Sie, wozu Katrin Sass 1989 der Mut fehlte, was sie heute „gruselig“ findet und was nach ihrem Ausraster in der TV-Sendung von Markus Lanz passierte. Zudem erfahren Sie, warum das Konzert von Katrin Sass in der Berliner Bar jeder Vernunft 2015 „supermegaspitzenklasse“ war. >>>