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Anne-Sophie Mutter

BERICHT
KONZERT






Heroische Musik aus einer fernen Galaxie“



 



Seit mehr als vierzig Jahren verzaubert Anne-Sophie Mutter ihre Fans in diversen heiligen Hallen mit Königinnenklängen. Am 14. September 2019 wird die Meisterviolinistin erstmals in einem Open-Air-Konzert zu erleben sein. Auf dem Königsplatz – unter sicherlich leuchtendem Sternenhimmel  –  wird sie unter dem Titel „Across the Stars“ Werke des Filmmusikkomponisten John Williams präsentieren.


1978 entdeckte Anne-Sophie Mutter den Komponisten John Williams für sich – als sie im Kino „Star Wars“ sah. Diese „heroische Musik aus einer fernen Galaxie“ nahm sie gefangen, wie sie bei der Pressekonferenz in München schwärmte. Mittlerweile verbindet sie eine langjährige Freundschaft mit dem mehrfachen Oscar-Preisträger. „Er ist bescheiden und introvertiert“, erzählte sie. Auch ihre Kinder zählen zu den Fans des Schöpfers vielfach Oscar- und Grammy-gekrönter Melodien.
Ein „Jugendtraum“ erfüllt sich nun für die bedeutendste Geigerin unserer Zeit, da der Großteil der Williams-Werke, die sie in München aufführen wird, spezielle Arrangements für sie sind. Basis des Konzertes wird die CD „Across the Stars“ (Deutsche Grammophon) sein, die 2019 erscheinen wird. Zum Programm werden Stück aus „Star Wars“, „Schindlers Liste“, „Die Geisha“, „Harry Potter“, „Dracula“ und „München“ gehören. Diese Musik wolle sie „einem neuen Publikum ans Herz legen“, kündigte Anne-Sophie Mutter an. Das renommierte Royal Philharmonic Orchestra aus London unter der Leitung von David Newman wird die mehrfach preisgekrönte Virtuosin begleiten.
Für viele Kinobesucher sei die Filmmusik heute nicht mehr so bedeutend, so der Eindruck von Anne-Sophie Mutter. Gleichzeitig freue sie sich, dass die Begeisterung für Live-Filmmusik zunehme.
Für den DEAG-Vorstandsvorsitzenden Prof. Peter Schwenkow wird mit dem Auftritt der „Königin der Geige“ ein „Traum wahr“, wie er bei der Pressekonferenz betonte. Auf die Frage, ob John Williams höchstselbst zum Königsplatz kommen wird, sagte Schwenkow: „Er reist nicht gerne. Aber Wunder gibt es immer. Und wer erliegt nicht dem Charme von Frau Mutter?“
Aleksandra Majzlic

Anne-Sophie Mutter, „Across the Stars“, Open Air, 14. September 2019, München-Königsplatz, Konzertbeginn: 19.30 Uhr. Der Vorverkauf für das Konzert läuft bereits. 



 

Martin Walser ANKÜNDIGUNG
LITERATUR
Literaturfest München
14. November bis 2. Dezember 2018
Ein Höhepunkt wird der Auftritt von Martin Walser (Foto) sein, der sein neuestes Werk „Spätdienst“ präsentiert.


Zu den mehr als 80 Festival-Gästen gehören die aktuellen Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels Aleida und Jan Assmann, die Shortlist-Kandidaten des Deutschen Buchpreises María Cecilia Barbetta, Maxim Biller und Nino Haratischwili, der chinesische Autor und Friedenspreisträger Liao Yiwu sowie Martin Walser.
Büchner-Preisträger Jan Wagner leitet das diesjährige Kuratorenprogramm forum:autoren, das er unter das Motto „Schönes Babel. Europäische Lektüren“ stellt.

Am 19. November wird der mit 10.000 Euro dotierte 39. Geschwister-Scholl-Preis an den Historiker Götz Aly für sein Buch „Europa gegen die Juden. 1880 – 1945“ vergeben.
Kernprogramm des Literaturfests ist die 59. Münchner Bücherschau im Kulturzentrum Gasteig, die die gesamte Festivalzeit über 20.000 Neuerscheinungen präsentiert. Das Festprogramm des Literaturhauses ist bedeutenden Neuerscheinungen des Herbstes gewidmet und lädt zu einem Parcours durch verschiedene Länder und Nationen – Russland, Georgien, China, Italien, Argentinien und Deutschland: Maxim Biller kommt mit „Sechs Koffer“, der Geschichte einer russisch-jüdischen Familie auf der Flucht von Ost nach West und über die moderne, zerrissene Welt, in der fast niemand mehr dort zu Hause ist, wo er geboren und aufgewachsen ist. Ein Themenschwerpunkt im Bereich Sachbuch liegt aus aktuellem Anlass auf der 68er Bewegung mit dem gleichnamigen Werk des Politikwissenschaftlers Wolfgang Kraushaar sowie mit Gretchen Dutschkes „1968: Worauf wir stolz sein dürfen“.




Mark Mast

ANKÜNDIGUNG
KONZERT
Bayerische Philharmonie
Carmina Burana meets Klazz Brothers
20. Oktober 2018, 20 Uhr, München, Herkulessaal der Residenz
Bei den 9. Orff-Tagen der Bayerischen Philharmonie trifft das chorsymphonische Werk Carl Orffs „Carmina Burana“ mit einem eigens arrangierten Crossover-Programm auf die mehrfach ausgezeichneten  Weltklasse-Jazzer „Klazz Brothers“.

 

 



Erstmalig finden die diesjährigen Orff-Tage der Bayerischen Philharmonie nicht nur in München statt, sondern auch in Bamberg und Füssen. Unter der Leitung von Mark Mast präsentieren im ersten Teil Carmela Konrad (Sopran), Gustavo Martín-Sánchez (Tenor), Florian Götz (Bariton), Yudum Çetiner & Jelena Stojković (Klavier), Jürgen Spitschka (Pauke), Kinderchor und Chor der Bayerischen Philharmonie sowie das Percussion-Ensemble der Bayerischen Philharmonie das längst zeitlos gewordene chorsymphonische Werk „Carmina Burana“ von Carl Orff in einer Fassung für Klaviere und Percussionensemble von W. Killmayer.
Der zweite Teil verspricht erfrischend, virtuos und humorvoll ein Crossover-Erlebnis der swingenden Weltklasse-Jazzer „Klazz Brothers“ gemeinsam mit  Musikern der Bayerischen Philharmonie. Eine musikalische Entdeckungsreise durch Drama, Gesang und dynamischen Rhythmen von klassischer Musik bis hin zu lateinamerikanischer Tanzmusik.

 

 

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Schuldt

ANKÜNDIGUNG
KONZERTE





Fröhlichkeit mit einem Hauch von Melancholie



Das Münchener Kammerorchester und sein Chefdirigent Clemens Schuldt haben sich auf eine zweite dreijährige Vertragslaufzeit bis zum Ende der Saison 2021/22 verständigt. „Vorwiegend heiter“ – so lautet die Vorhersage für die Saison 2018/2019 mit einer Reihe von Erst- und Uraufführungen.

Auf ausdrücklichen Wunsch des Münchener Kammerorchesters bleibt Clemens Schuldt auch über 2019 hinaus Chefdirigent – bis zum Ende der Saison 2021/22. Nach zwei gemeinsamen Spielzeiten wurde der Vertrag vorzeitig verlängert. Mit dem Orchester spüre er „auf außerordentliche Weise eine Verbundenheit“, schwärmte Clemens Schuldt bei der Pressekonferenz. Gegenseitig inspiriere man sich zu Höchstleistungen. „Schon bei der jeweils ersten Probe treffen wir uns auf einem Level.“
In der Saison mit dem Titel „Vorwiegend heiter“ gehe es nicht nur um „die lichten Momente der Musik und das Humorvolle“, betonte Schuldt: „Wir wollen auch die tragische Seite mitschwingen lassen.“ So schwärmt der erste Satz von Robert Schumanns „Frühlingssymphonie“ noch unbeschwert vom Frühling, während der zweite Satz „wie ein Lächeln mit Tränen in den Augen ist“, so Schuldt (8. Abonnementkonzert, 27. Juni 2019; Prinzregententheater).
Zu entdecken sind zudem unterschiedlich heitere, humoristische, lichte oder auch verzweifelt-komische Werke wie Bohuslav Martinůs Sinfonietta „La Jolla“ (1. Abokonzert, 11. Oktober 2018), John Cages „The Seasons“ (8. Abokonzert, 27. Juni 2019) sowie Hanns Eislers „Kleine Sinfonie“ und das „1. Klavierkonzert“ von Schostakowitsch (5. Abokonzert, 21. Februar 2019).
„Schostako – was?“ lautet der Titel des Familienkonzerts, das in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendtheater Schauburg stattfindet (10. Februar 2019). Die Jugendlichen sind bei dem MKO-Proben dabei und können mitbestimmen, was am Ende auf der Bühne passiert. Auf dem Programm steht zudem ein zweijähriges Projekt mit der Grundschule an der Flurstraße – die Musiker kommen in den Schulunterricht, die Schüler zu den Orchesterproben etc. 
Das „starre“ Muster „immer nach der Pause kommt ein Klassiker“ wolle man in der kommenden Saison „aufbrechen“, verkündete Schuldt. Alle fünf Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven werden beim 7. Abonnementkonzert geboten – an einem Samstagabend (4. Mai 2019, ab 18 Uhr; Klavier: Alexander Lonquich).
Eine Zusammenarbeit mit der Bayerischen Theaterakademie gibt es mit der Produktion von Mozarts „Così fan tutte“ unter der Leitung von Schuldt (Premiere: Ende November 2018).
Und am 11. April 2019 findet das Münchener Aids-Konzert zum dreizehnten Mal statt – mit den Solisten Dorothea Röschmann, Kian Soltani, Lucas und Arthur Jussen sowie Elisabeth Leonskaja. Das diesjährige Aids-Konzert bescherte dem MKO Rekordeinnahmen sowie sehr positive Rückmeldungen vom Publikum. Und eine „leicht steigende Tendenz“ bei den Abo-Zahlen konnte MKO-Geschäftsführer Florian Ganslmeier vermelden: „Wir sind zuversichtlich, dass sich dieser Trend fortsetzt.“Aleksandra Majzlic


ANKÜNDIGUNG
KONZERT
Münchener Kammerorchester
Vorwiegend heiter 18/19 – 1. Abonnementkonzert
11. Oktober 2018, 20 Uhr, Prinzregententheater
19.10 Uhr: Konzerteinführung: Dr. Meret Forster im Gespräch mit Chefdirigent Clemens Schuldt
Isabelle Faust, Violine
Clemens Schuldt, Dirigent
Bohuslav Martinů Sinfonietta „La Jolla“ op.H.328
Robert Schumann Konzert für Violine und Orchester d-Moll WoO 23
Vito Žuraj „Overhead“ für Streichorchester – Deutsche Erstaufführung
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 „Jupiter“
Die fröhlich-positive Sinfonietta „La Jolla“ des Tschechen Bohuslav Martinů entstand 1950 im kalifornischen Exil, während Europa in Trümmern lag. Die leichthändige Studie „Overhead“ des jungen Slowenen Vito Žuraj von 2014 erkundet spielerisch die perkussiven Möglichkeiten der Streichinstrumente. Kurz vor der Französischen Revolution, in einer Zeit auch persönlicher Krisen, komponierte Wolfgang Amadeus Mozart seine vielleicht bedeutendste Sinfonie, die „Jupiter-Sinfonie“. Isabelle Faust ist Solistin in Robert Schumanns Violinkonzert aus dem Jahr 1853, einem der wohl tragischsten Werke der Musikgeschichte, das gleichwohl im Finalsatz mit stampfenden Rhythmen, Passagen von funkelnder Brillanz und einem ekstatisch von der Geige umtanzten Bläser-Hymnus einen heiteren Triumph zu feiern scheint.


 

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Koepplinger ANKÜNDIGUNG
THEATER



„Theater ist der schönste und freieste Ort der Welt“



Wie ein magischer Magnet zieht das Gärtnerplatztheater die Besucher an: 97,98 Prozent, so die Gesamtauslastung für die laufende Saison. In der Spielzeit 2018/2019 wartet das Team um Staatsintendant Josef E. Köpplinger unter anderem mit der Revueoperette „Drei Männer im Schnee“ sowie mit dem „Momo“-Musiktheater auf.  

Die Zahl 97,98 Prozent muss Josef E. Köpplinger gleich zwei Mal sagen und der Stolz auf die Gesamtauslastung der laufenden Saison (Stand: 24. April 2018) ist ihm deutlich anzusehen. Zudem wurden auch noch alle Abos verkauft und das Publikum „stürmte“ beispielsweise die „Opern auf Bayrisch“. „Ich weiß nicht, wie lange die Neugier auf unser Haus anhält. Aber wenn wir demnächst bei der Auslastung eine 8 vor dem Komma haben, sind wir glücklich“, so Köpplinger bei der Pressekonferenz.
Der Staatsintendant will den Menschen, die bisher sein Haus noch nicht betreten haben „die Schwellenangst nehmen“, wie er sagte: „Ich arbeite daran, dass das Theater selbstverständlich wird. Theater ist der schönste und freieste Ort der Welt.“ Vor den Journalisten plädierte Köpplinger für die „Freiheit des Glaubens“ und verdeutlichte: „Glauben ist Privatsache und wir stehen für eine offene Gesellschaft. Kultur und Kunst sind frei, dieses Haus ist nicht der Ort ein Kreuz aufzuhängen.“
Das Gärtnerplatztheater eröffnet die kommende Spielzeit am 11. Oktober 2018 mit der Oper „Dantons Tod“ zum 100. Geburtstag des österreichischen Komponisten Gottfried von Einem, in der Inszenierung von Günter Krämer und unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Anthony Bramall.
Michael Endes Märchenklassiker „Momo“ bringen Komponist Wilfried Hiller und Textdichter Wolfgang Adenberg als Musiktheater in 18 Bildern auf die Bühne (Uraufführung: 16. Dezember 2018). Es ist ein Auftragswerk des Gärtnerplatztheaters – ebenso wie „Drei Männer im Schnee“ (Uraufführung. 31. Januar 2019). Der Chansonnier und Musikkabarettist Thomas Pigor verwandelt Erich Kästners satirischen Erfolgsroman in eine bunte und skurril-spritzige Revueoperette – mit den besten Kästner-Sprüchen, Ufa-Schlagern und Jodlern. Regie führt Köpplinger, der betonte: „Wir wollen die Operette salonfähig erhalten. Das ist eine große Kunst und eine große Herausforderung.“ Aleksandra Majzlic

Außerdem: Für die choreografische Uraufführung von „Romeo und Julia“ mit der Musik von Sergej Prokofjew konnte die Choreografin Erna Ómarsdóttir gewonnen werden (22. November 2018). Mit „L'Heure Espagnole“ will das Gärtnerplatztheater den Einakter wiederbeleben (Premiere: 28. April 2019). Das Haus präsentiert unter anderem die Oper „La Bohème“ (Premiere: 28. März 2019), das Expeditionsballett „Atlantis“ (Uraufführung: 7. Juni 2019), die Produktion der Gärtnerplatz Jugend „Frida Kahlo“ (Premiere: 3. Juli 2019) sowie die „Wiener Comedian Harmonists“ mit ihrem Mix aus Berliner Witz und Wiener Charme (21. Dezember 2018).

ANKÜNDIGUNG
THEATER
Gärtnerplatztheater
Als Eröffnungspremiere der Saison 2018/2019 präsentiert das Gärtnerplatztheater Gottfried von Einems Oper „Dantons Tod“ am 11. Oktober in der Inszenierung von Günter Krämer und unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Anthony Bramall. In der Titelpartie wird Mathias Hausmann zu erleben sein, seinen Rivalen Robespierre verkörpert Daniel Prohaska. Das erbarmungslose Drama Georg Büchners bot dem österreichischen Komponisten Gottfried von Einem eine ideale Möglichkeit, sich mit faschistischen Herrschaftsstrukturen auseinanderzusetzen und ein packendes und verstörendes Werk zu schaffen.
Im Zentrum steht der historisch politische Konflikt zwischen Robespierre und George Danton in der Französischen Revolution. Gottfried von Einem war bei der Uraufführung seiner Oper „Dantons Tod“ im Jahre 1947 gerade einmal 29 Jahre alt. Auch Büchner war erst zweiundzwanzig, als er sein Stück veröffentlichte. Beide, von Einem und Büchner waren junge, suchende Künstler, die mit ihrem Werk die Gesellschaft ändern wollten.

 

 

Kusej ANKÜNDIGUNG
THEATER



 

„Feier des Spiels“



Das Spiel als zentrales Thema wählte Martin Kušej für seine letzte Spielzeit am Residenztheater (2018/2019). In der laufenden Spielzeit erreichte der Intendant mit seinem Team die höchste Abonnentenzahl, die es bisher am Resi gab.

Von lähmender Abschiedsstimmung ist im Residenztheater nichts zu spüren – ganz im Gegenteil. Martin Kušej arbeitet mit „Volldampf“ an einer „spannenden Spielzeit“, wie er bei der Pressekonferenz verkündete. Für 2018/2019 versprach er eine „Feier des Spiels“. „Spielen ist ein politischer Akt“, so der Intendant: „Wer auf einer Bühne spielt, verlässt seine angestammte Position, bleibt nicht ausschließlich er oder sie selbst, ist immer ein bisschen außer sich. Dieses Außersich-Sein ist die Bedingung menschlicher Freiheit.“
Das Resi wartet mit „Spiel im Spiel“-Stücken auf – beginnend mit der Premiere am 27. September 2018 von „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade“ von Peter Weiss (Regie: Tina Lanik) sowie Martin Kušejs Inszenierung von Michael Frayns „Der nackte Wahnsinn“ (Premiere: 19. Oktober 2018). Weiter geht es mit Becketts „Endspiel“ (Regie: Anne Lenk; Premiere: 16. November 2018), „Der Spieler“ von Dostojewskij (Regie: Andreas Kriegenburg; Premiere: 14. Dezember 2018) und Tschechows „Die Möwe“ (Regie: Alvis Hermanis; Premiere: 19. Januar 2019, Cuvilliéstheater).
Robert Borgmann zählt zu den Regisseuren, die erstmals am Resi arbeiten. Anhand von Kleists Novelle „Die Verlobung in St. Domingo“ setzt er sich mit der Verknüpfung von Rassismus und Kapitalismus auseinander (Premiere: 29. September 2018, Cuvilliéstheater).
Mit der höchsten Abonnentenzahl, die am Resi seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht wurde, wartet das Team in der laufenden Spielzeit auf: 12 339; die Auslastung liegt bei 81,2 Prozent (Stand: 30. April 2018).
Seit 2011 leitet Martin Kušej die Geschicke des Residenztheaters. Zur Spielzeit 2019/2020 wechselt der gebürtige Kärntner ans Wiener Burgtheater. „Nach acht Jahren ist der Kurvenhöhepunkt erreicht“, sagte er: „Man soll aufhören, wenn es am besten ist.“ Die Nachfolge tritt der Baseler Theaterintendant Andreas Beck an. „Er ist jemand, den ich sehr schätze und von dem ich weiß, dass er das gut weiterführen wird“, so Kušej. Was seine eigene Zukunft an der Burg angeht prophezeite er: „Ich werde meinen Mund nicht halten, aber das Augenmerk auf die künstlerische Arbeit legen, die mich mehr interessiert als politische Agitation.“ Aleksandra Majzlic

 

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Atheismus GEWINNSPIEL
BUCH „Atheismus adieu. Warum das, was ist, nicht alles ist“ von Ralf Frisch (Claudius Verlag) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 10. November 2018 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.


„Atheismus adieu“ kann als Leitfaden für all diejenigen gelten, die sich einer wachsenden Feindseligkeit gegenüber Religion und insbesondere dem Christentum ausgesetzt fühlen. Es ist ein erhellendes, auf subjektiven Sichtweisen basierendes Buch über die großen Fragen, die die Menschheit seit Urzeiten umtreiben. Beruhigend für die Leser ist dabei: Sie brauchen keine theologische oder philosophische Vorbildung, um die Antworten von Ralf Frisch auf die letzten Fragen verstehen zu können und selbstständig ins philosophische und theologische Nachdenken über die letzten Dinge zu geraten.
Ralf Frisch, Professor für Systematische Theologie und Philosophie an der Evangelischen  Hochschule Nürnberg, hat zehn Fragen ausgewählt, deren Beantwortung eine Art Gebrauchsanweisung für das eigene Leben darstellt: Warum ist etwas und nicht nichts? Gibt es Gott? Was ist der Mensch? Sind wir nur Körper oder auch Seele und Geist? Ist unser Wille frei? Was ist gut? Woher kommt das Böse und was wird aus ihm? Ist der Tod das Ende? Was ist Wahrheit? Und schließlich: Was ist der Sinn des Lebens?
Der Sinn des Daseins ist das Dasein, schreibt Ralf Frisch: „Dieser Sinn stellt sich in unverschleierter und ungetrübter Form vor allem dann ein, wenn uns das Glück findet.“ Es lässt uns zum Augenblick sagen: „Verweile doch, du bist so schön!“ (aus Goethes „Faust“).

 

 

Lennon
GEWINNSPIEL
BUCH „Lennon“, Roman von David Foenkinos (DVA) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 10. November 2018 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de. Es werden zwei Exemplare verlost.


John Lennon hat Lust wieder auf Tournee zu gehen. Er will noch mal neu anfangen. Und die erste Singleauskopplung seines neuen Albums heißt „Just Like Starting Over“. Das alles erzählt er während er auf der Couch eines Psychoanalytikers sitzt– am 7. Dezember 1980, einen Tag bevor er erschossen wird.
Die beschriebenen Sitzungen im Buch beginnen am 21. September 1975. John Lennon nimmt sich gerade eine Auszeit in New York, kümmert sich um seinen Sohn Sean, denkt über seinen wilden Weg zum Ruhm nach. „Ich war ein Genie, das war früh klar … Ich war John im Wunderland. Und in diesem Wunderland war ich sozusagen Gott.“ Der großartige Musiker erinnert sich an seine Verlassenheit in der Kindheit, den Beatles-Erfolg, die Liebe zu seiner Yoko Ono, den Kampf für den Frieden.
„Ich habe versucht, mir Lennons Sprache anzueignen, seine lustige und sehr poetische Art, die Dinge zu sehen, auch in Momenten der Verzweiflung“, so David Foenkinos, Autor der beeindruckenden Romanbiografie. Sein Ziel war es, „dem Innenleben von John Lennon so nah wie möglich zu kommen, aber die Interpretation der Ereignisse ist dennoch frei erfunden“, wie er im Nachwort schreibt.


Main Street
GEWINNSPIEL
BUCH „Main Street“ von Sinclair Lewis (Manesse Verlag) zu gewinnen. Wenn Sie sich an dem Gewinnspiel beteiligen möchten, schicken Sie bitte bis zum 10. November 2018 eine Mail an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.

Sein fabelhafter und detailverliebter Roman „Main Street“ bescherte Sinclair Lewis Geldsegen und ein sorgenfreies Schriftstellerleben. 1930 erhielt er als erster US-Amerikaner den Literaturnobelpreis.
Sinclair Lewis kam in einer Kleinstadt in Minnesota zur Welt. Und seine Geschichte spielt auch in Minnesota, könnte aber auch in Ohio oder Kansas angesiedelt sein. Und besagte Main Street ist nur die Fortsetzung jeder anderen Hauptstraße im Land.
Es scheint vergebene Liebesmüh zu sein, die Bewohner des Kaffs Gopher Prairie zu kultivieren. Sie scheinen doch zu störrisch zu sein. Da beißt die um die guten Sitten besorgte Carol Kennicott aus Neuengland bei ihren Nachbarn auf Granit. Damit nicht genug: Die Hinterwäldler schlagen zurück. 

 
 
Ballon  

BERICHT
KINO



Für ihre Freiheit riskierten sie alles





Michael Bully Herbig sorgte mit seinem Nervenfetzer „Ballon“ für Hubschrauber im Bauch der Gäste bei der Weltpremiere in München. Der Thriller erzählt, wie die Familien Wetzel und Strelzyk im Sommer 1979 mit einem Heißluftballon aus der DDR flüchteten. 

In endlos langen Nächten nähen sie ellenlange Stoffbahnen zusammen, basteln in diversen Nacht- und Nebelaktionen an der Technik. Dann ist das Gemeinschaftswerk der Familien Wetzel und Strelzyk fertig. Mit ihrem Heißluftballon wollen sie im Sommer 1979 von Thüringen aus in den Westen rübermachen. Es eilt. Nach dem Scheitern des ersten Fluchtversuchs der Strelzyks sucht die Stasi fieberhaft nach Ballon-Bastlern.
Als der Wind günstig steht, wagen die Ehepaare Wetzel (David Kross und Alicia von Rittberg) und Strelzyk (Friedrich Mücke und Karoline Schuch) mit insgesamt vier Kindern die Republikflucht hoch über den Wolken. Nur knapp entkommen sie den Hubschraubern mit Stasibesatzung – und landen im gelobten Westen.
Emotionale Höhenflüge und Magenkribbeln garantiert der von der ersten bis zu letzten Sekunde spannungsgeballte Film, den die Premierengäste mit stehenden Ovationen feierten. Bully war an einem Virus erkrankt und konnte nicht an der Weltpremiere teilnehmen.
Wunderbar präsentiert sich im Film das Schauspielteam. Thomas Kretschmann, der den Stasimann Seidel spielt, haute einst selbst aus der DDR ab – 1983, im Alter von 20 Jahren, über die Grenze zwischen Ungarn und Jugoslawien. Eine Ballonflucht wäre für ihn nicht infrage gekommen, wie er bei der Münchner Premiere verriet: „Ich habe Höhenangst.“
David Kross gleicht in der Rolle des Günter Wetzel bis aufs Haupt- und Barthaar dem jungen Wolf Biermann zur Zeit seiner Ausbürgerung aus der DDR. „Lang ist's her, ich finde es toll, die Geschichte auf der Leinwand zu sehen“, schwärmte Günter Wetzel bei der Münchner Premiere. In einer Zeitschrift aus dem Westen las er damals einen Bericht über das Ballonfahrertreffen in Albuquerque, New Mexico, USA. Er dachte: „So schwer kann das ja nicht sein so einen Ballon zu bauen.“ Nach der brandgefährlichen Aktion zog es ihn immer wieder über die Wolken, wo die Freiheit wohl grenzenlos ist: „Ich geriet so in die Fliegerei und habe den Pilotenschein gemacht.“ Zur Premiere kam er mit seiner Frau Petra und seinem Sohn Peter. Mit dabei waren auch Doris und Andreas Strelzyk sowie Frank Riedmann. Das Publikum würdigte deren Mut zu DDR-Zeiten mit heftigem Applaus.  Aleksandra Majzlic

„Ballon“ startete am 27. September 2018 im Verleih von Studiocanal in den deutschen Kinos. Regie: Michael Bully Herbig. Das Drehbuch schrieben Kit Hopkins, Thilo Röscheisen und Michael Bully Herbig in enger Abstimmung mit den Familien Wetzel und Strelzyk.
Auf dem Foto zu sehen sind David Kross und Alicia von Rittberg zusammen mit den Zeitzeugen Petra Wetzel und Günter Wetzel bei der Münchner Premiere.

 

 

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Michael Sadler

INTERVIEW mit Michael Sadler von Saga






„In der Musikbranche geht es nur noch um Geld und Ruhm “



Interview: Aleksandra Majzlic


Ein sagenhaft emotionales Hammerjahr war 2017 für alle Saga-Getreuen: Frontman Michael Sadler verkündete, dass er und seine „Brüder“ beschlossen haben, sich nach Ende der ausverkauften Tour 2017 zu trennen. Nun heilt Michael Sadler wunde Fan-Seelen mit Balsam: Bei der Rock Meets Classic Tour 2018 wartete der Saga-Sänger unter anderem mit den Hits „Wind Him Up“ und „On The Loose“ auf.
Im Gespräch erzählt er, wie er einst einen Fan in einem Plattenladen verfolgte, wie es ihm mit musikalischen Mitteln gelang, einen Mann aus dem Koma zu holen, und welche Folgen die fehlende „Menschlichkeit“ im Musikbusiness nach sich zieht.


Im zweiten Teil lesen Sie, welcher der schrecklichste Moment in seinem Leben war, was er über Kids in Talentshows denkt und was Ruhm für ihn bedeutet. >>>

 

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Supertramp

BERICHT
KONZERT



Britische Weißwurst-Fraktion

Von Aleksandra Majzlic


Bei Rock Meets Classic 2018 in der Münchner Olympiahalle befeuern Status-Quo-Frontmann Francis Rossi, Saga-Sänger Michael Sadler, John Helliwell und Jesse Siebenberg von Supertramp sowie diverse Mitstreiter die Energie der Fans. Francis Rossi zeigt, dass er auf Fitness abfährt und John Helliwell bekennt seine Vorliebe für Kräftig-Deftiges am Morgen. 

Hier lesen Sie den Konzert-Bericht. >>>

 

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Staatsfeind INTERVIEW mit Henning Baum zu
„Der Staatsfeind“




„Gefühle spielt man nicht, die stellen sich ein“


Nervenkitzel mit emotionaler Höchstdosis, bildgewaltig und mit einer ordentlichen Portion Action  in Szene gesetzt: Bei einem Einsatz in München ist Polizist Robert Anger (Henning Baum) zur Stelle, als die Polizistin Victoria und Ehefrau seines besten Freundes erschossen wird. Robert hat den Täter gesehen und wird als Zeuge vernommen. Doch plötzlich werden Beweismittel vertauscht: Robert wird zum Hauptverdächtigen und meistgesuchten Verbrecher Deutschlands. Der Gejagte muss untertauchen. Victorias Ehemann Miki (Max von Thun) zweifelt an Roberts Unschuld. Doch Rebecca (Franziska Weisz) hält bedingungslos zu ihrem Mann Robert. Als sie ein Video bekommt, das ihn entlastet, bringt sie sich selbst in Gefahr. Denn der Militärische Abschirmdienst will verhindern, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommt (SAT.1-Event-Zweiteiler, ausgestrahlt im Mai 2018; ab 30. Mai 2018 auf DVD erhältlich).

Interview: Aleksandra Majzlic

ML: Welche Szenen haben Ihnen beim Dreh mehr Spaß gemacht: die emotionalen oder die actiongeladenen?
Henning Baum: Actionszenen machen mir viel mehr Spaß und sind eine Herausforderung für mich. Ich habe keine Lust, Rollen zu spielen, die nur Text transportieren.

ML: Sind die emotionalen Szenen schwieriger zu spielen?
Henning Baum: Ja, viel schwieriger. Denn Gefühle spielt man nicht, die stellen sich ein. Darauf hoffe ich, sicher sein kann ich mir da nicht. 

ML: Im Film sind Robert und Miki seit dreißig Jahren miteinander befreundet. Haben Sie auch einen besten Freund?
Henning Baum: Ja, noch aus der Schulzeit, wir sehen uns regelmäßig.

ML: Der Thriller setzt neben Action sehr stark auf Emotionen. Finden Sie, dass es anderen TV-Thrillern an Emotionen fehlt?
Henning Baum: Ich weiß nicht, ich bin gar nicht so ein großer Kenner der Fernsehlandschaft, das muss ich gestehen. Ich weiß nur, was mir bei diesem Film wichtig ist: Er ist nicht nur ein Thriller, sondern auch ein Liebesfilm. Das macht ihn für mich so reizvoll.

ML: Was macht für Sie generell ein gutes Drehbuch aus?
Henning Baum: Die Geschichte muss stimmig und spannend sein und ein Tempo entwickeln. Und die Figuren müssen Charakter haben. Wenn ich das Drehbuch lese, muss bei mir gleich ein innerer Film abgehen, da muss ich mich schon im Film sehen. So ging es mir bei „Der Staatsfeind“. Und für diesen Film war München genau der richtige Drehort. München ist mir wohlvertraut. Ich habe hier auch schon gewohnt.

ML: Würden Sie gerne wieder in München leben?
Henning Baum: Im Augenblick nicht, ist ja auch alles sehr teuer in München. Die spinnen ja mit den Preisen.

 

 

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Hannes Jaenicke

INTERVIEW mit Hannes Jaenicke



„Auf meiner Facebook-Seite wird gelegentlich gehetzt, aber das ist völlig okay“


„Wir sind das einzige Land der Welt, in dem Gutmensch ein Schimpfwort ist“, sagt der als Gutmensch titulierte Schauspieler und Umweltaktivist im Gespräch. Zudem verrät er, von wem er Hass-Post bekam, welche „unfassbar feigen Menschen“ sich nicht vor seine Kamera wagten und wer anfällig ist für die „Nörgel- und Kritiksucht“. 

 

 

 Interview: Aleksandra Majzlic 



Hannes Jaenicke fordert im Interview ein Wildtierverbot im Zirkus, spricht über die letzte Hoffnung auf Nachkommen für die letzten drei Vertreter des Nördlichen Breitmaul-Nashorns und kündigt seine nächste Doku an, in der es um den „Schweinkram“ hierzulande geht. >>>

 

 

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Bille August

INTERVIEW mit Bille August

 

 



„Das Leben ist fast ein Wunder“


Ob er Angst vor dem Sterben hat und an ein Weiterleben nach dem Tod glaubt und welchen Schmerz ihm einst sein Vater zufügte, das erzählt der angesehene Regisseur („Silent Heart – Mein Leben gehört mir“) im Gespräch.

 

Interview: Aleksandra Majzlic

 

Im zweiten Teil erfahren Sie, inwiefern Bille August ein „reicher Mann“ ist, welche Belohnung er sich nach der Arbeit am Set wünscht und welche Filme er sich privat niemals anschaut. >>>

 

 

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Katrin Sass

INTERVIEW mit Katrin Sass





„Ich habe keine Angst,
in Fettnäpfchen zu treten“


Warum sie in der DDR von adidas-Klamotten lieber die Finger ließ, wie sie nun in die „Schublade von Klaus Kinski“ geriet und worauf sie am Set keine Lust mehr hat, das verrät die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin („Good Bye Lenin!, „Weissensee“) im Gespräch.

 Interview: Aleksandra Majzlic 

 

Im zweiten Teil lesen Sie, wozu Katrin Sass 1989 der Mut fehlte, was sie heute „gruselig“ findet und was nach ihrem Ausraster in der TV-Sendung von Markus Lanz passierte. Zudem erfahren Sie, warum das Konzert von Katrin Sass in der Berliner Bar jeder Vernunft 2015 „supermegaspitzenklasse“ war. >>>